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Hybrid-Loks für DB Cargo, Abellio-Ersatzverkehre, Ausbau Wiener S-Bahn uvm. | BahnNews 01 2022

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Hochladedatum: 28. Januar 2022 | Video-Erstelldatum: 28.01.2022 | Ersteller: Eisenbahn in Ö D CH
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00:18:46 Videolänge

Videobeschreibung:

Das ist BahnNews - das YouTube-Format, das ein breites Publikumsspektrum auf YouTube monatlich über die wichtigsten und interessantesten Neuigkeiten der Bahnwelt in Österreich, Deutschland und der Schweiz informiert. Durch seine Regelmäßigkeit und seriöse Berichterstattung hat sich BahnNews längst einen fixen Platz in der Liste der Informationsplattformen rund um die Bahnbranche erarbeitet.


Weiterführende Informationen:

Das Videoskript zum Nachlesen

Neue Güterverbindung nach Skandinavien

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) optimiert ihre Verbindung für den Wagenladungsverkehr zwischen Österreich und Skandinavien mit dem neuen TransFER Linz–Scandinavia–Wels. Seit Jahresbeginn werden Gütertransporte ab Linz über den RCG Hub Rheinkamp (nahe Duisburg) in Deutschland bis ins schwedische Malmö geführt, von wo aus die weitere Verteilung in ganz Skandinavien erfolgt. Gütermengen können auch in Rheinkamp in den Zug Richtung Skandinavien eingespeist bzw. aus Skandinavien auch auf andere Destinationen aufgeteilt werden. Mit der neuen Verbindung entfällt das Umladen auf die Fähre, da nun die direkte Bahnstrecke über die Öresundbrücke benutzt wird.

60. Geburtstag für die Wiener S-Bahn

Am 17. Jänner 2022 feierte die Wiener S-Bahn ihren 60. Geburtstag. Seit 1962 ist das Wiener Wahrzeichen mit dem blau-weißen Logo untrennbar mit der Stadt verbunden. Nun bekommt die Wiener Schnellbahn ein ehrgeiziges Fitnessprogramm. Denn auch in Zukunft sollen die S-Bahn Linien eine stressfreie, umweltfreundliche und schnelle Alternative zum Individualverkehr sein. Allein im aktuellen Rahmenplan 2022 bis 2027 sind 776 Millionen Euro vorgesehen, um die Wiener Stammstrecke zwischen Meidling und Floridsdorf mit modernster Technik und bester Zugsteuerung auszustatten. Darüber hinaus werden die Bahnsteige in vier Stationen verlängert, damit überall noch längere Züge fahren können. Das Ergebnis: Mehr Fahrgäste und Sitzplätze pro Zug. Gleichzeitig wird die Frequenz der Züge deutlich über das aktuelle Niveau angehoben. Besonders Pendler:innen werden die verbesserten Anbindungen an das Wiener Umland spüren: So wird nach der Sanierung der Stammstrecke die Strecke von Meidling über Liesing bis Mödling für einen 5 Minuten Takt viergleisig ausgebaut.

Erste Arbeiten für den Ausbau der Nordbahn starten

Der Ausbau der Nordbahn hat begonnen: Sämtliche Bahnhöfe entlang der Strecke werden barrierefrei, modern und attraktiv. Die Gleisanlagen werden auf den Stand der Technik gebracht und die Streckenausrüstung – wie Oberleitung oder Sicherungsanlagen – wird grundlegend erneuert. Als Ergebnis wird die knapp 70 Kilometer lange Strecke zwischen Wien und der Staatsgrenze bei Bernhardsthal nicht nur ein modernes Erscheinungsbild haben, sondern auch höhere Geschwindigkeiten zulassen. Außerdem werden sich die Betriebsqualität und die Kapazität dieser auch international bedeutsamen Strecke maßgeblich verbessern. Davon profitieren sowohl Fahrgäste im Fernverkehr als auch Pendlerinnen und Pendler im Nah- und Regionalverkehr. Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen bringt die Auflassung sämtlicher Eisenbahnkreuzungen entlang der Strecke. Den Anfang machen die Modernisierung des Bahnhofs Wien Süßenbrunn und der Bau der Unterführung für die L6 in Deutsch-Wagram. Deshalb fallen von 5. bis 20. Februar einige Züge der Linien S1 und REX 1 aus, bzw. werden durch Busse ersetzt. Details sind in der Online-Fahrplanauskunft zu finden. Bis 2030 soll die bis zur Staatsgrenze knapp 70 Kilometer lange Strecke vollständig ausgebaut sein.

DB bietet in der Bordgastronomie nun auch Hafermilch an

Zum Start in das neue Jahr führte die Deutsche Bahn (DB) einen Haferdrink als Milchalternative für Kaffee an Bord von ICE- und Intercity-Zügen ein. Der Haferdrink des schwedischen Unternehmens Oatly ist 100 Prozent pflanzlich und kann als Alternative zur Kuhmilch zum Fairtrade-zertifizierten Filterkaffee oder Caffè Crema bestellt werden.

Railpool bestellt 70 neue Vectron Lokomotiven

Railpool, einer der führenden Schienenfahrzeug-Vermieter Europas und Siemens Mobility haben zum Jahreswechsel einen Rahmenvertrag über die Lieferung von 100 Lokomotiven geschlossen. Mit der Unterzeichnung des Vertrags wurden bereits 70 Vectron-Lokomotiven abgerufen. Die diversen Varianten sind für den Betrieb auf verschiedenen Korridoren (Nord-Süd, sowie Ost-West) vorgesehen und können in insgesamt bis zu 18 Ländern eingesetzt werden. Die Lokomotiven für Railpool verfügen über eine Leistung von 6,4 Megawatt und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Sie sind zudem mit den erforderlichen nationalen Zugsicherungssystemen sowie mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet. Railpool hatte im letzten Jahr bereits 20 Vectron MS bei Siemens Mobility bestellt.

Ausweitung grenzüberschreitender Verbindungen zwischen Deutschland und den Niederlanden

Die politischen Gremien von Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) haben die Vergabeentscheidung für die Regionalexpress-Linie RE 13, den „Maas-Wupper-Express“, an die Regionalverkehre Start Deutschland GmbH beschlossen. Das Tochterunternehmen der DB Regio AG konnte sich im Rahmen eines europaweiten Wettbewerbsverfahrens gegen die Konkurrenz durchsetzen. Gemeinsam mit dem Ministerium auf niederländischer Seite hatten die beiden NRW-Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) die Ausschreibung der neuen Zugverbindung auf den Weg gebracht. Gegenstand des Verfahrens war der Betrieb der Regionalexpress-Linie ab Dezember 2026 mit einer Verlängerung von Hamm über das bisherige Linienende Venlo hinaus bis Eindhoven. Der Verkehrsvertrag hat eine Laufzeit von 14 Jahren. Zum Einsatz kommen 20 Neufahrzeuge der Stadler Pankow GmbH. Die Züge vom Typ Flirt3XL sind mehrsystemfähig und somit für die unterschiedlichen Strom- und Zugsicherungssysteme in Deutschland und den Niederlanden konzipiert. Bei den Anforderungen an die Einheiten wurde seitens VRR und NWL erneut viel Wert auf qualitative Aspekte für einen erhöhten Reisekomfort gelegt. Die Einstiegsbereiche der neuen Züge sind etwa 80 Zentimeter über Schienenoberkante. Das ermöglicht den Fahrgästen sowohl auf deutscher als auch niederländischer Seite einen niveaugleichen Einstieg in die Nahverkehrszüge an den Bahnsteigen mit der Standardbahnsteighöhe von 76 Zentimetern. An jedem Einstieg befinden sich großzügige Mehrzweckbereiche, die mobilitätseingeschränkten Personen und Fahrgästen mit Fahrrädern, Kinderwagen oder Gepäck zugutekommen.

Neuer Verkehrsminister ernennt neuen Bahnbeauftragten der Bundesregierung

Das Bundeskabinett hat Mitte Januar der vom neuen Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur Volker Wissing vorgeschlagenen Ernennung des Beauftragten der Bundesregierung für den Schienenverkehr sowie des Koordinators der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik zugestimmt. Michael Theurer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, ist neuer Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr. Der Beauftragte ist u.a. für die Entwicklung eines strategischen Gesamtkonzepts für die Schiene zuständig. Er ist Schnittstelle für die Abstimmung mit den Beteiligten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung und soll sich innerhalb und außerhalb der Bundesregierung für die Belange des Schienenverkehrs einsetzen.

Bündnis „Zukunft Schiene Nord“ startet

Die Deutsche Bahn (DB) und die Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen sowie Schleswig-Holstein treiben mit einem gemeinsamen Bündnis den Schienenausbau im Norden Deutschlands voran. Mit der „Zukunft Schiene Nord“ sollen Neu- und Ausbauprojekte gefördert und beschleunigt, die vorhandene Infrastruktur robuster sowie der Fern-, Nah- und Güterverkehr gestärkt werden. Die Bündnispartner wollen somit das Angebot auf der Schiene ausbauen und die Attraktivität der Eisenbahn steigern. Das übergeordnete Ziel: mehr Fahrgäste und Güterverkehrskunden für das umweltfreundliche Verkehrsmittel Schiene zu gewinnen und damit das Klima zu schützen. Insgesamt sollen bis 2030 mehr als 30 Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur des Nordens fließen. Vertretende der Partner:innen unterzeichneten Mitte Januar zur Gründung des Bündnisses ein Memorandum of Understanding (MoU). Dieses umfasst vorwiegend die 4 Kernpunkte Investitionsoffensive, Maßnahmenkatalog, Planungsbeschleunigung und Baustellenmanagement. Im Sommer 2022 wollen die Beteiligten erste konkrete Ergebnisse der „Zukunft Schiene Nord“ präsentieren.

2G-Plus Regel in der DB-Gastronomie

Wie in allen anderen Lokalen in Deutschland muss nun auch für den Besuch der Bordgastronomie der Deutschen Bahn oder einer DB Lounge ein 2G-Plus Nachweis erbracht werden. Das heißt, es muss zu einem Impfzertifikat über die 1. oder 2. Impfung, zu einem gültigen Genesungsnachweis und zu einem Attest, das bescheinigt, dass man nicht geimpft werden kann, zusätzlich ein negativer Testnachweis vorgelegt werden. In Bayern und Berlin muss dies ein PCR Test sein. Reisende mit einer Bossier-Impfung benötigen keine weiteren Nachweise.

Aufregung um Elektrifizierung der Mitte Deutschland Verbindung

Die Furcht vieler vor einer Absage des Ausbaus der wichtigsten Bahnverbindung zwischen Thüringen und Westsachsen war wohl ungerechtfertigt. Sowohl Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als auch Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hätten zugesichert, dass am elektrischen, Ausbau der Mitte-Deutschland-Schiene festgehalten werde und dieser im verkehrspolitischen Interesse der neuen Bundesregierung liege, so die Ostthüringer Zeitung. Bei dem Projekt geht es um die durchgehende Elektrifizierung und Zweigleisigkeit der Strecke Erfurt–Gera–Chemnitz, die Teil einer der wichtigsten Ost-West-Fernverbindungen zwischen NRW, Thüringen und Sachsen ist. Es ist allerdings möglich, dass die Oberleitung für die bisher nicht elektrifizierten 115 Kilometer zwischen Weimar und der sächsischen Landesgrenze bei Gößnitz viel teurer als zunächst geschätzt werden, was dem Projekt aber keinen Abbruch tut.

Direktverbindung Berlin-Westerland kann wieder aufgenommen werden

Ab Montag, 31. Januar, bietet die Deutsche Bahn (DB) eine zusätzliche ICE-Verbindung auf der Strecke Hamburg-Berlin an. Der bei Pendler:innen beliebte Zug fährt am späten Nachmittag in Hamburg ab und hält in Büchen, Ludwigslust und Wittenberge. In der Gegenrichtung fährt morgens ein Intercity von Berlin über Hamburg nach Westerland. Damit gibt es wieder eine Direktverbindung aus der Hauptstadt nach Sylt. Hintergrund der Neuerungen: Das Eisenbahnverkehrsunternehmen Flixtrain hat kurzfristig und bis 6. April befristet zwei Trassen („Zugverbindung“) zwischen Hamburg und Berlin für Fahrten montags bis donnerstags zurückgegeben, nutzt sie also nicht mehr. Um diese Trassen hatten sich ursprünglich sowohl Flixtrain als auch die DB beworben. Flixtrain hatte zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2021 den Zuschlag bekommen. Nun übernimmt die DB zeitweise diese freien Trassen und bietet somit je eine zusätzliche ICE- und Intercity-Verbindung an.

Übergangsfahrplan von Abellio-Verkehren

Nach den Direktvergaben der bisher von der Abellio Rail GmbH bedienten Verkehre im nordrhein-westfälischen Schienenpersonennahverkehr an DB Regio NRW, National Express und VIAS Rail zum 1. Februar 2022 haben die Aufgabenträger Verkehrsverbund gemeinsam mit diesen Eisenbahnverkehrsunternehmen einen Übergangsfahrplan mit vorübergehend eingeschränktem Angebot erstellt. Das eingeschränkte Angebot soll je nach Linie zwischen 8. Januar und 1. Februar umgesetzt werden und bis einschließlich 27. Februar 2022 gelten. Betroffen sind einzelne Linien in den bislang von Abellio betriebenen Netzen. Im Anschluss ist eine Rückkehr zum regulären Leistungsangebot vorgesehen. Da die bislang bei Abellio eingesetzten Züge nun auf die Anforderungen der drei neuen Emu angepasst werden müssen, ist in NRW derzeit durchaus abenteuerliches Wagenmaterial unterwegs, zum Teil werden sogar Liegewagen im Regionalverkehr eingesetzt. Des Weiteren ist im Abschnitt Düsseldorf – Dortmund die Nutzung einzelner IC- und EC-Züge des Fernverkehrs der Deutschen Bahn auch für Nahverkehrskunden möglich. Die erste Phase des Übergangsfahrplans sei stabil gelaufen, teilte der VRR mit.  Bereits seit Beginn des neuen Jahres werden die über 1.000 Abellio-Mitarbeitenden in die drei übernehmenden EVU eingeführt, in ihre neuen Arbeitsplätze eingearbeitet und, soweit notwendig, geschult. Das gilt gleichermaßen auch für den Übergang der Instandhaltungsbetriebe in den beiden großen Bahnbetriebswerken Duisburg und Hagen, die mit der VIAS Rail einen neuen Betreiber haben. Eine Mammutaufgabe also, deren Auswirkungen auf die Fahrgäste hoffentlich nicht mehr allzu lang anhalten.

DB präsentiert klimafreundliche Lokflotte

Die Lokflotte von DB Cargo wird noch moderner und leistungsfähiger. Nach und nach werden alle bisherigen Diesel-Lokomotiven durch moderne, klimafreundliche Maschinen mit alternativen Antrieben ersetzt. Der Abschied von der Diesellok bei DB Cargo ruht auf drei Säulen:  Zum Jahreswechsel konnte bei einer europaweiten Ausschreibung die Vossloh Locomotives GmbH mit einer neuartigen Hybrid-Rangierlok überzeugen. Die neuen Maschinen sind als Plug-in-Hybrid aufgebaut, verfügen aber auch über ausreichend Motorleistung mit modernster Abgasreinigung, um im Rangierdienst mehrere tausend Tonnen schwere Güterzüge zu bewegen. Die Antriebssysteme sind modular aufgebaut und können bei entsprechender Weiterentwicklung der Technik einfach ausgetauscht werden. Die 50 bestellten Loks sollen ab 2024 bei der DB Cargo eingesetzt werden.

Bereits vor mehr als einem Jahr konnte der Hersteller Siemens Mobility mit Lokomotiven vom Typ Vectron Dual Mode eine DB-Ausschreibung gewinnen. Nun wird die Erstlieferung ab 2023 von 100 auf rund 150 Lokomotiven aufgestockt. Dazu werden 46 weitere Lokomotiven mit spezifischen Anpassungen für das von DB Cargo geplante Einsatzspektrum ausgerüstet, vier Maschinen übernimmt die DB-Bahnbaugruppe. 

Die dritte Säule der neuen Strategie ist die Beschaffung von Hybrid-Rangierloks der Toshiba HDB 800, welche vor rund 2 Jahren beschlossen wurde. Insgesamt sollen 100 dieser in Rostock gefertigten Lokomotiven bei DB Cargo zum Einsatz kommen. Der erste Rollout ist für 2024 geplant, BahnNews berichtete.

Verspätung bei der Auslieferung des ICE L

Kürzlich berichteten Insider, dass sich die Lieferung des neuen internationalen Fernverkehrszuges ICE L, früherer Name ECx, um ein bis eineinhalb Jahre verspäten solle. Ein Zug wird aus einer Mehrsystemlok und 17, Talgo typischen kurzen Reisezugwagen bestehen. Dies ist jedenfalls bei den dänischen Staatsbahnen der Fall, die ebenfalls ähnliche Wagen bei Talgo geordert haben. Auf Anfrage teilte die Deutsche Bahn mit, dass man derzeit in Gesprächen mit Talgo sei, inwieweit der Zeitplan für die Auslieferung halten kann. Grund für die Verspätungen sind Lieferkettenprobleme aufgrund der Covid-19 Pandemie.

Testzug für DAK startet

Am 19. Januar begann ein Testzug bestehend aus Wagen, die mit der digitalen automatischen Kupplung ausgestattet sind, seine Fahrt in Berlin. Die Fahrt des Güterzugs der Zukunft geht zunächst von Deutschland aus nach Österreich und anschließend in die Schweiz. Danach sollen weitere EU-Länder folgen. Dabei wird die DAK in anderen Fahrsituationen erprobt, als dies in Deutschland möglich wäre. Dazu gehören stärkere Steigungen, engere Kurven oder andere klimatische Bedingungen. Die Testfahrt soll die DAK zur Serienreife führen. Abgeschlossen werden soll der Praxistest Ende dieses Jahres. Einen eigenen Beitrag zur digitalen automatischen Kupplung dürft ihr in nächster Zeit auf diesem Kanal erwarten.

1. Batteriezug Deutschlands startet Testfahrten

Alstom und die Deutsche Bahn (DB) schlagen in Zusammenarbeit mit den Ländern Baden-Württemberg und Bayern ein neues Kapitel im klimafreundlichen Bahnbetrieb auf. Am 24. Januar begann die Bewährungsprobe des ersten voll zugelassenen Batteriezuges von Alstom. Die Plattform und das Konzept stammen in den Grundzügen noch vom Hersteller Bombardier, der vor genau einem Jahr von Alstom übernommen wurde. Die DB betreibt den emissionsarmen Fahrzeugtyp mit ihrer Regionalverkehrstochter DB Regio. Seit dem 24. Januar ist er für Bahnkund:innen in Baden-Württemberg und ab dem 5. Februar auch in Bayern im Fahrgastbetrieb zu erleben. Werktags fährt der Zug in Baden-Württemberg auf der Strecke Stuttgart - Horb. Samstags und sonntags wird die Linie Pleinfeld - Gunzenhausen im Fränkischen Seenland bedient. So wird einerseits eine möglichst hohe Laufleistung des Zuges ermöglicht und andererseits können verschiedene Streckenprofile sowie unterschiedliche Batterieaufladeszenarien getestet werden. Der Testbetrieb läuft bis Anfang Mai 2022. Gerne würde ein eigenes Video zu diesem Zug produzieren, das ist aber derzeit aufgrund der Corona-Situation nicht möglich, so die Deutsche Bahn.

SBB war im letzten Jahr äußerst pünktlich

Im vergangenen Jahr waren 91,9 Prozent der Züge im Personenverkehr der SBB pünktlich und trafen somit am Zielbahnhof mit weniger als drei Minuten Verspätung ein. Das ist der zweitbeste Wert in der Geschichte der SBB. Daneben gibt es die Kunden ebenfalls relevante Anschlusspünktlichkeit: 2021 erreichten 98,9 Prozent der Reisenden ihre Anschlüsse. Die guten Pünktlichkeitswerte des Jahres 2021 sind darauf zurückzuführen, dass Baustellen besser geplant und die Arbeiten gleichmässiger übers Jahr verteilt waren. Auch gab es proportional zu den Zugskilometern weniger Störungen an Anlagen und Rollmaterial. Die geringere Anzahl Reisender aufgrund der andauernden Corona-Pandemie entlastete das Bahnsystem zusätzlich. Noch pünktlicher war die SBB nur 2020.

Ein neuer Bahnhof für Liestal

Der Bahnhof Liestal ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt des oberen Baselgebiets. Neben Kapazitätserhöhungen und Angebotsverbesserungen entwickelt die SBB gemeinsam mit der Stadt Liestal in den kommenden Jahren das Bahnhofareal zu einem belebten Quartier und investiert hierfür 52 Millionen Franken. Auf dem Bahnhofsareal starten im Februar die Arbeiten für das neue Bahnhofsgebäude, das Wohn- und Geschäftsgebäude sowie den Verbindungsbau. Ende diesen Jahres sollen nach dem Abbruch des bisherigen Bahnhofsgebäudes die Hochbauarbeiten beginnen. Die Fertigstellung ist für Ende 2024 geplant. Mit dem neuen Bahnhofareal wird Liestal zur effizienten Verkehrsdrehscheibe: Für Reisende wird der Zugang zur Bahn verbessert, Velo-, Bus- und Individualverkehr werden direkter an den Bahnhof angebunden. Weiters entsteht an zentraler Lage neuer Wohn- und Geschäftsraum sowie ein zeitgemäßes Einkaufs- und Dienstleistungsangebot.

BLS schränkt Fahrplan ein

Bei der BLS kommt es coronabedingt vermehrt zu Krankenständen. Bei einem weiteren Anstieg könnten die Abwesenheiten beim BLS-Lokpersonal in den nächsten Wochen zu Engpässen führen. Deshalb wurde der Fahrplan auf einzelnen Linien im Raum Bern und im Berner Oberland bis mindestens 2. Februar 2022 angepasst. Einige Linien verkehren so nur noch im Halbstunden bzw. Stundentakt. Sobald sich die Situation entschärft, wird die BLS sämtliche Verbindungen wieder aufnehmen. Das Vorgehen ist mit Bund und Kanton abgestimmt.