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Das Aus für Abellio, 149 neue Regionalzüge, mehr Geld für die Bahn und mehr | BahnNews XL November

YT_E | Ö-D-CH
Fahrzeug-Portrait
Fahrgast
Güterverkehr
Branchenbeitrag
YT_E | Ö-D-CH
Umwelt
Hochladedatum: 03. Dezember 2021 | Video-Erstelldatum: 03.12.2021 | Ersteller: Eisenbahn in Ö D CH
youtu.be | YT_E | Ö-D-CH
00:22:07 Videolänge

Videobeschreibung:

Das ist BahnNews - das YouTube-Format, das ein breites Publikumsspektrum auf YouTube monatlich über die wichtigsten und interessantesten Neuigkeiten der Bahnwelt in Österreich, Deutschland und der Schweiz informiert. Durch seine Regelmäßigkeit und seriöse Berichterstattung hat sich BahnNews längst einen fixen Platz in der Liste der Informationsplattformen rund um die Bahnbranche erarbeitet.


Weiterführende Informationen:

Das Videoskript zum Nachlesen

Größtes Bahnausbauprogramm wird nochmals aufgestockt

Anfang November wurde im Ministerrat der ÖBB-Rahmenplan 2022-2027 beschlossen, der 18,2 Milliarden Euro an Bahn-Investitionen vorsieht. Dies ist eine Rekordsumme für Österreich.

Geschaffen werden neben einem Verbesserten Angebot für die Fahrgäste auch mehr Kapazitäten für den Güterverkehr, damit längere, schwerere und damit wirtschaftlichere Züge fahren können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der „Digitalisierung der Schiene“ für mehr Sicherheit und Effizienz im Bahnbetrieb. Für Reisende optimieren die ÖBB auch das Mobilfunknetz entlang der Strecken.
Konkret wurden folgende zusätzliche Projekte im ÖBB-Rahmenplan aufgenommen: 

Die Finanzierung der Planung für die Zweigleisigkeit der Tullnerfelder Bahn zwischen Herzogenburg und St. Pölten wird finanziert, die Planungen für den zweigleisigen Ausbau der Strecke Werndorf – Spielfeld-Straß werden vorgezogen, der Ausbau der Pyhrnachse wird bestmöglich vorbereitet, die Finanzierung für den viergleisigen Ausbau zwischen Schaftenau und dem Knoten Radfeld im Brenner-Nordzulauf ist fixiert und auch einige Knotenbahnhöfe werden erweitert, um künftig zusätzliche bzw. längere Züge und mehr Fahrgäste aufnehmen zu können, wie z.B. Villach Hbf, Ried im Innkreis, Innbruck Hbf oder Imst-Pitztal.

Neue Güterverbindung zwischen Italien und Russland

Die ÖBB Rail Cargo Group erweitert gemeinsam mit dem russischen Logistikpartner, der Novik Gruppe, ab sofort ihr Netzwerk mit einer neuen TransFER Verbindung zwischen Italien und Russland.

In beide Richtungen können damit intermodale Gütertransporte zwischen Mailand und den russischen Städten Kaliningrad und Moskau umweltschonend durchgeführt werden. Diese Verbindung auf der nachhaltigen Schiene zwischen Mailand und Moskau stellt eine rasche Transitzeit von nur zehn bis zwölf Tagen sicher und wird vorerst mit einem Rundlauf pro Woche bedient. 

Grünes Licht für weiteres Baulos beim Brenner-Basistunnel

Der Zuschlag für das Baulos H41 „Sillschlucht-Pfons“ wurde Mitte November an die Bietergemeinschaft H41 Sillschlucht-Pfons erteilt. Die Angebotssumme der  Bietergemeinschaft  beträgt 651 Mio. Euro.  

Das Los H41 ist eines der größten Baulose auf österreichischem Projektgebiet und reicht mit einer Länge von rund 14,3 km von der Sillschlucht über das Ahrental bis Pfons am Brenner. Die Bauarbeiten an diesem Baulos sollen in einem Zeitraum von 80 Monaten bis Sommer 2028 fertiggestellt werden. Insgesamt werden dabei ca. 22,5 km an Haupttunnelröhren und 38 Querschläge mit einer Gesamtlänge von etwa 2,3 km ausgebrochen. Ende November wurde übrigens auch erstmals mit der Tunnelbohrmaschine SERENA die Brennergrenze erreicht.

Umbaustart für Wiener Franz-Josefs-Bahnhof

Der Franz-Josefs-Bahnhof im 9. Wiener Gemeindebezirk ist mit über 8.000 Fahrgästen ein wichtiger innerstädtischer Verkehsknotenpunkt – besonders für die regionalen Nahverkehszüge vom Wienerwald bis ins Waldviertel. Da der Bahnhof aber immer mehr an Attraktivität und Nachfrage verliert, wird er nun umfassend renoviert um seine Attraktivität zu steigern. Die Modernisierung wird bis Juli 2023 dauern und in Summer über 54 Millionen Euro kosten.

Einladend, hell und komfortabel soll der neue Franz-Josefs-Bahnhof werden. Während die Arbeiten am neuen Althan Quartier oberhalb des Bahnhofs schon seit Dezember 2020 laufen, starten jetzt die Maßnahmen im Bahnhofsbereich. Durch die Überplattung des Franz-Josefs-Bahnhofes ist die Baustelle sehr aufwändig. Ziel ist die Herstellung der Barrierefreiheit, eine Modernisierung der Eingangshalle und die Erneuerung von Gleisen und Weichen zwischen Wien Franz-Josefs-Bahnhof und Wien Spittelau. Aufgrund dieser umfangreichen Bauarbeiten müssen die Züge der Linien S40 und R40 zwischen Wien Franz-Josefs-Bahnhof und Wien Heiligenstadt während der gesamten Fahrplanperiode 2022 ausfallen.

WESTbahn fährt doch noch nicht nach München

Ich habe in gleich zwei Videos zum Fahrplanwechsel darüber berichtet, dass ab Mitte Dezember auch die WESTbahn Wien und München mehrmals täglich verbinden wird. Wie sich nun herumstellt kann die mehrheitlich private Bahngesellschaft dieses Versprechen aber zeitlich nicht halten. Kolportiert werden Probleme mit dem Eisenbahn-Bundesamt, weshalb alle Fahrten nach München bis Ende März storniert wurden.

Wir halten einen Start im April für realistisch, ein genaues Datum werden wir dann allerdings erst knapp vorher nennen. Der Grund für die Verzögerung liegt darin, dass Stadler die Zulassung der Züge für Deutschland nicht rechtzeitig abschließen konnte. - Ines Volpert, Kommunikation WESTbahn

RE 30 zwischen Frankfurt und Kassel wird weiterhin von DB-Regio betrieben

Die DB Regio AG betreibt auch in Zukunft den Zugverkehr des Teilnetzes „Main-Weser“.

In einer europaweiten Ausschreibung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) und des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV) setzte sich das Unternehmen durch und fährt weiter auf der Linie RE 30 zwischen Frankfurt, Gießen, Marburg und Kassel.

Neu sind die Fahrzeuge: Die Deutsche Bahn setzt 17 fabrikneue Fahrzeuge vom Typ Alstom CORADIA STREAM HC ein. Außerdem ist zukünftig kostenloses WLAN für alle Fahrgäste verfügbar. Die Betriebsaufnahme erfolgt zum Fahrplanwechsel am 15.12.2024. Die Vertragslaufzeit beträgt 14 Jahre. Der Fahrplan entspricht dem bewährten und sieht einen täglichen Zweistundentakt mit zusätzlichen Fahrten in der Hauptverkehrszeit vor.

Die Fahrzeuge verfügen über leistungsstarke Antriebe und gute Beschleunigungswerte und schaffen somit mehr Puffer im Fahrplan. Die vierteiligen Triebzüge bestehen aus zwei Doppelstock-Steuerwagen und zwei einstöckigen Mittelwagen mit insgesamt 420 Sitzplätzen. Die fünfteiligen Züge verfügen über einen zusätzlichen Doppelstock-Mittelwagen und bieten gesamt 540 Personen einen Sitzplatz.

Die erste Klasse verfügt über Vierersitzgruppen mit großen wandmontierten Tischen. In der Reihenbestuhlung sind Fußstützen und Zeitungsnetze in der Rückenlehne des Vordersitzes vorhanden. In der zweiten Klasse sind in den Vierersitzgruppen kleine wandmontierte Tische vorhanden. Allen Sitzplätzen der ersten und zweiten Klasse sind Steckdosen zugeordnet.

Außerdem sind in jedem Zug 30 Fahrradstellplätze vorhanden.

Bahnverkehr im Ahrtal wieder möglich

Rund vier Monate nach der verheerenden Flutkatastrophe sind Teile des Ahrtals wieder an den Bahnverkehr angeschlossen. Der erste Streckenabschnitt der stark zerstörten Ahrtalbahn ist seit 8 November wieder in Betrieb:

Zwei Mal pro Stunde und Richtung fahren die Züge nun zwischen Remagen und Ahrweiler. Die Wassermassen hatten die über 110 Jahre alte Ahrtalbahn auf vielen Streckenabschnitten geradezu weggeschwemmt.

Besonders betroffen war unter anderem Heimersheim: Hier trug das Wasser den kompletten Bahnsteig davon, zerstörte den Bahndamm auf 1,5 Kilometer Länge und riss mehr als 1,2 Kilometer Gleise aus ihrer Lage. Für den Wiederaufbau der zerstörten Gleise mussten die Fachkräfte der Deutschen Bahn (DB) und Spezialfirmen Tonnen angeschwemmten Schuttes entfernen. Anschließend haben sie Gleise, Bahndämme und Technik repariert und teilweise neu gebaut.

Ab dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird der nächste Streckenabschnitt der Ahrtalbahn in Betrieb gehen: Dann nimmt die DB auch wieder den Verkehr zwischen Ahrweiler und Walporzheim auf.

Die Arbeiten auf der restlichen Ahrtalbahn zwischen Walporzheim und Ahrbrück werden noch deutlich länger andauern. Hier sind die Schäden besonders schwerwiegend: Unter anderem muss die DB acht Brücken und nahezu alle Stützbauwerke ersetzen und neue Schienen verlegen.

Messerattacke in ICE in Bayern

Am 6. November wurden bei einer Messerattacke in einem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg drei Menschen schwer verletzte. Ein 27 Jähriger war bereits längere Zeit während der Fahrt psychisch auffällig und rief nach Hilfe. Später verletzte er dann drei andere Männer mit einem Messer schwer. Der Zug kam nach der Messerattacke am Bahnhof Seubersdorf nahe Neumarkt in der Oberpfalz außerplanmäßig zum Halt. Weil die Lage zunächst unklar war, rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an, räumte den Zug und nahm den schwer tatverdächtigen fest. Dies hatte auch eine lange Sperrung der Bahnstrecke Regensburg-Nürnberg zur Folge.

Alle Fernverkehrszüge wurden bis rund 18:30 Uhr über Ingolstadt umgeleitet, was große Auswirkungen auf den gesamten Bahnverkehr hatte. Zu den Hintergründen der Tat ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Ein islamistisches Motiv des Syrers konnte nach ersten Ergebnissen nicht ausgeschlossen werden.

Das Ende für Abellio in Nordrhein-Westfalen

Das Aus für das Regionalbahn-Unternehmen Abellio Rail in Nordrhein-Westfalen ist nun fix Zwar hat das Tochterunternehmen der Niederländischen Staatsbahnen im Streit um den Ausgleich millionenschwerer Verluste fristgerecht ein neues Angebot vorlegt. Dieses können die Verkehrsverbünde in NRW aber nicht akzeptieren, wie die VRR-Gremien in einer Tagung entschieden haben.

Nun wird Abellio noch bis 31. Januar 2022 weiterfahren, was von den Verkehrsverbänden mit zusätzlich 8 Millionen Euro abgesichert ist. Ab 1. Februar sollen die Linien dann nahtlos von anderen Bahnunternehmen im Rahmen von Notvergaben übernommen werden. Beworben haben sich die DB Regio, National Express und Vias Rurtalbahn. Die Unternehmen werden nicht nur die Fahrzeuge von Abellio übernehmen, die im Besitz der Aufgabenträger sind, sondern im Idealfall auch das gesamte Personal des früheren Betreibers, das sind bei Abellio in NRW gut 1000 Menschen. Auch Abellio durfte an der Ausschreibung der Notvergabe teilnehmen, somit könnten die Strecken weiterhin vom bisherigen Bahnbetreiber befahren werden, wenn auch unter deutlich besseren Verkehrsverträgen. Anfang Dezember soll entschieden werden, wer die Linien künftig betriebt. Auch eine Aufteilung auf mehrer Bahngesellschaften ist möglich.

Die Vorbereitungen für die Notvergabe sind bereits in die Wege geleitet worden. Oberste Priorität bei der kurzfristigen Neuvergabe hat die Absicherung von Zuverlässigkeit und Qualität auf den derzeit von Abellio betriebenen Linien, so der Verkehrsverbund Rhein Ruhr.

Auch in Baden-Württemberg läuft es mit Abellio nicht besser. Dort soll die landeseigene Südwestdeutsche Landesverkehrs GmbH (SWEG) das angeschlagene Unternehmen zunächst übernehmen.

31 batterieelektrische Züge für das Netz Ostbrandenburg

Die Metropolregion Berlin-Brandenburg bekommt ab Dezember 2024 erste batterieelektrische Regionalzüge sowie verbesserte und verdichtete Fahrplanangebote. Hierfür hat die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), die Anfang Juni den erneuten Zuschlag für das Netz erhalten hatte, 31 zweiteilige Batteriezüge vom Typ Mireo Plus B bei Siemens Mobility bestellt.

Die neuen zweiteiligen Triebzüge sind auf jeder Seite mit drei Türen ausgestattet, auch eine neuartige Wegeleitung im Fahrzeug sorgt für einen zügigen, unkomplizierten und vor allem barrierefreien Fahrgastwechsel.  Durch den Einsatz der neuen Züge stehen den Fahrgästen auf den betreffenden Linien künftig mindestens 128 Sitzplätze sowie zwölf Stellplätze für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen zur Verfügung. Zwei oder mehr Triebwagen können auch in Doppel- und Mehrfachtraktionen hintereinander gekuppelt werden, um zusätzliche Plätze bereitzustellen. Der Batteriehybrid-Zug bezieht seine Energie aus der Oberleitung. Auf nicht elektrifizierten Streckenabschnitten sorgen zuvor auf den elektrifizierten Abschnitten aufgeladene Lithium-Ionen-Batterien für die Energieversorgung. Zusätzlich wird rückgewonnene Bremsenergie für den Antrieb genutzt. Der zweiteilige Triebwagen hat batterieelektrisch eine Reichweite von rund 90 Kilometern.

Durch das neue Netz Ostbrandenburg wird das Fahrplanangebot auf einigen Linien verdichtet. Fahrgäste können in den Neufahrzeugen künftig kostenloses WLAN, ein dynamisches Fahrgastinformationssystem sowie einen gesondert gekennzeichneten Familienbereich nutzen. Rund 60 Steckdosen sind gleichmäßig über den Zug verteilt, auch USB-Ladebuchsen und eine Funktion zum induktiven Laden sind vorhanden.

Neue Züge auch für DB Regio Bayern

Und es gibt gleich noch mehr neue Züge von Siemens für Deutschlands Schienen:

Insgesamt 57 neue Triebzüge bringen DB Regio Bayern und der Fahrzeug- Hersteller Siemens Mobility ab Dezember 2023 auf Bayerns Schienen. Für das Netz Franken- Südthüringen werden derzeit 26 Neufahrzeuge des Typs Desiro HC gebaut, für das Netz Donau- Isar 25 Desiro-HC-Doppelstockzüge und sechs vierteilige Fahrzeuge des Typs Mireo mit 264 Sitzplätzen. Letztere verfügen über mehr Gepäckraums, da sie auch als Flughafenexpress verkehren sollen. Die Züge für das Netz Franken-Südthüringen werden in zwei Etappen ausgeliefert. 18 vierteilige Desiro-HC-Züge mit je 380 Sitzplätzen fahren ab 2023, ab Juni 2024 kommen acht Sechsteiler mit 634 Sitzplätzen hinzu. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 190 Stundenkilometern gehören sie zu den schnellsten Regionalzügen in Deutschland. Im Netz Donau-Isar starten alle 31 neuen Fahrzeuge ab Dezember 2024.

Die Doppelstockzüge für beide Netze werden mit klappsitzfreien Mehrzweckbereichen mit innovativen Anlehnhilfen für Fahrräder ausgestattet, die es Radfahrern erleichtert ihre Räder bequem und sicher zu transportieren. Jene Fahrzeuge für das Netz Franken-Südthüringen erhalten auch Steckdosen an den Plätzen. Außerdem erhalten alle 57 Fahrzeuge, die von Siemens Mobility entwickelten, so genannten Hochfrequenzscheiben, die den Mobilfunkempfang in Zügen deutlich verbessern und ein modernes Fahrgastinformationssystem in Echtzeit. Zusätzlich können sich die Reisenden auf natürlich kostenloses WLAN im Zug freuen.

Sprengung der Salzbachtalbrücke

Die seit Jahrzehnten marode Salzbachtalbrücke in Wiesbaden wurde am 6. November von Fachkräften kontrolliert gesprengt. Dem voraus ging eine monatelange Sperre der Autobahnbrücke und damit auch der Bahngleise unter ihr.

Da die fast alle Züge auf dem Weg zum Wiesbadener Hauptbahnhof diese Brücke unterqueren, kann dieser seit Juni bis auf die Ländchesbahn und zwei ICE Verbindungen nach Köln von keinen Zügen angefahren werden. Seit der Sprengung läuft nun die Wiederinbetriebnahme der Gleise auf Hochtouren. Ab Mitte Dezember soll der reguläre Zugverkehr nach Wiesbaden wieder aufgenommen werden.

3G-Pflicht für Bus und Bahn in Deutschland

Seit 24. November gilt im deutschen Nah-, Regional- und Fernverkehr entsprechend der Beschlüsse von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Corona-Pandemie die 3G-Regel. Konkret bedeutet dies, wer mit der Bahn unterwegs ist, muss seit mindestens 2 Wochen vollständig geimpft, vor weniger als 180 Tagen genesen oder vor weniger als 24 Stunden negativ getestet sein. Für letzteres sind sowohl Antigen-Schnelltests unter Aufsicht als auch PCR-Tests gültig.

Ausgenommen sind auf Basis der Kinder, die das 6. Lebensjahr nicht vollendet haben, sowie Schülerinnen und Schüler.

Die Kontrolle in den Zügen erfolgt stichprobenartig durch das Sicherheits- und Kontrollpersonal. Aktueller Stand Erfüllt man keine der Voraussetzungen, wird man vom Zug verwiesen, wenn notwendig auch mithilfe der Bundespolizei. Die 3G-Pflicht gilt auch für das Bordpersonal. Betritt man einen Bahnhof ohne einen Zug zu besteigen, also beispielsweise zum Einkaufen oder um jemanden abzuholen ist kein 3G Nachweise notwendig.

CAF kauft TALENT 3-Plattform

Alstom hat Ende November bekanntgegeben, dass es der Veräußerung seiner Plattform Coradia Polyvalent, seines Produktionsstandorts Reichshoffen in Frankreich und seiner TALENT 3-Regionalzugplattform, die derzeit in Hennigsdorf entwickelt wird, an CAF zugestimmt hat.

Die Veräußerung der relevanten Geschäftsaktivitäten war eine Voraussetzung für die Freigabe der Alstom/Bombardier-Fusion durch die Europäische Kommission.

Die CAF freut sich über diese Transaktion, die es ihr ermöglicht, ihre Entwicklung dank der Fähigkeiten und des Know-hows der betroffenen Standorte fortzusetzen. CAF investiert weiterhin in Frankreich, um seine Position in diesem Land zu festigen, und gleichzeitig wird der Konzern seine Aktivitäten in den deutschen und mitteleuropäischen Märkten verstärken.

Die Veräußerung steht unter dem Vorbehalt des Abschlusses der anwendbaren sozialen Prozesse und der Konsultation der Arbeitnehmervertretungen sowie der behördlichen Genehmigungen. Der Abschluss der Transaktion wird zwischen April und September 2022 erwartet.

Akkuzüge für die Pfalz

Und noch eine Zugbestellung gibt es diesen Monat in Deutschland.

Ende November hat Db Regio den Zuschlag für den betrieb der Pfalznetze erhalten und bestellt hierfür 44 Batterie-elektrische Triebzüge von Stadler. Ab Dezember 2025 soll auf den süd- und westpfälzischen Bahnstrecken das Mobilitätszeitalter lokal CO2-emmisionsfreien Nahverkehrszügen beginnen. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 werden die ersten Triebzüge vom Typ FLIRT Akku auf den hier eingeblendeten Strecken, das ist das Pfalznetz Los 1, in den Fahrgastbetrieb gehen und damit bis Ende 2026 die aktuell eingesetzten Dieselfahrzeuge ablösen.

Dabei liegt die betriebliche Reichweite im Batteriemodus bei mindestens 80 Kilometern – nachgewiesen hat Stadler auf Testfahrten bereits 185 Kilometer im Batteriebetrieb. Im Pfalznetz liegt nach der Fertigstellung von Teilelektrifizierungen der längste Streckenabschnitt ohne Elektrifizierung bei rund 48 Kilometern.

Die 55 Meter langen Züge werden über extra lange Wagen verfügen, um so für die stark frequentierten Strecken eine höchstmögliche Fahrgastkapazität zu ermöglichen. Insgesamt finden 325 Personen in den Fahrzeugen Platz, davon 172 auf Sitzplätzen, von welchen 16 in der ersten Klasse und 156 in der 2. Klasse liegen.

Mehr Fahrradstellplätze in SBB-Zügen ab 2022

In der Fahrradsaison 2021 ist die Nachfrage trotz schlechten Wetters noch einmal gestiegen:

Im Vergleich zum Vor-Coronajahr reisten 2021 beispielsweise 17 Prozent mehr Velofahrende in den SBB Zügen Richtung Tessin. Um diesem noch nie dagewesenen Boom zu begegnen, hat die SBB auf den wichtigsten Linien bis zu dreimal mehr Fahrradstellplätze geschaffen, personelle Ressourcen mobilisiert und die Reservierungspflicht von Freitag bis Sonntag auf alle IC-Linien ausgedehnt. Letztere hilft, den grossen Andrang zu bewältigen und den Reisenden eine Planungssicherheit für die Reise zu geben.

Die SBB rechnet mit einer weiterhin steigenden Nachfrage. Deshalb entwickelt sie im Dialog mit den Veloverbänden und Branchenvertretern das Angebot schrittweise weiter. Der weitere Ausbau der Kapazitäten braucht aber Zeit. Konkret werden ab Saison 2022 und in den Folgejahren bis 2025 mit dem Umbau von Wagen zweier Flotten über 400 zusätzliche Veloplätze in den Fernverkehrszügen geschaffen.

Durch den Lötschbergtunnel ins Wallis werden bereits in der kommenden Saison durch angepassten Rollmaterialeinsatz mehr Veloplätze angeboten – konkret sind es sieben bis neun zusätzliche Plätze auf einigen stark nachgefragten Zügen. Man prüft zudem den Umbau weiterer Flotten und berücksichtigt bei neuen Flottenbeschaffungen die steigende Nachfrage an Fahrradstellplätzen.

SBB stellt Strategie 2030 vor

Ausgehend von den derzeitigen Herausforderungen hat die SBB ein strategisches Zielbild bis 2030 und konkrete Ziele dazu definiert. Das Zielbild gliedert sich in 4 Teile: bis 2030 möchte die SBB kundenorientierter und flexibler, effizienter und wirtschaftlicher und ökologisch und sozial nachhaltig sein sowie intelligent im Kerngeschäft wachsen. Die Strategie wird in 2 Etappen umgesetzt: Bis 2025 will die SBB die Corona-bedingt sehr angespannte finanzielle Lage bewältigen, den Betrieb und Fahrplan stabilisieren und die Kundenorientierung erhöhen. Diese erste Etappe hilft, in einem zweiten Schritt die nachfolgenden Ziele bis 2030 zu erreichen.

Ein Jubiläums-Capricorn im Spezialdesign für die Rhätische Bahn

Am 25. November durfte die RhB ein ganz spezielles Fahrzeug in Landquart begrüssen: den Capricorn-Triebzug mit der Nummer 3133. In diesem Zug wurde der 500. Wagenkasten verbaut, welcher seit 1960 aus Altenrhein von Stadler und früheren Firmen zur RhB geliefert wurde. Anlässlich dieses «Jubiläums» hat sich die RhB zusammen mit Stadler etwas Besonderes ausgedacht: Der Jubiläums-Triebzug erhielt die Sonderlackierung «Champagner».

Als Überraschung verkündete der RhB Direktor, dass der Spezial-Triebzug mit kostenfreiem WLAN ausgestattet ist. In der Schweiz ist dies im Regionalverkehr noch nicht weit verbreitet. Mittelfristig wird die gesamte Capricorn-Flotte über WLAN verfügen. 
Die Inbetriebsetzung der neuen Triebzüge kommt insgesamt gut und planmässig voran.

Von den 56 bestellten vierteiligen Zügen sind derzeit 24 Fahrzeuge bei der RhB, 21 Züge verkehren fahrplanmässig. Bis Ende 2024 sollen alle Fahrzeuge im fahrplanmässigen Einsatz ein.