50 Jahre Intercity, neue ÖBB DOSTOs, Mireos für Agilis und noch viel mehr | BahnNews September

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Hochladedatum: 01. Oktober 2021 | Video-Erstelldatum: 01.10.2021 | Ersteller: Eisenbahn in Ö D CH
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00:23:53 Videolänge

Videobeschreibung:

Das ist BahnNews für den September mit folgenden Themen:

WESTbahn stellt neue KISS 3 vor | Klimaticket Ö gilt für ganz Österreich und ist ab sofort bestellbar | Rollout der ersten neuen Nightjet-Wagen | ÖBB: Probleme mit Beschaffung neuer DOSTOs | 1. CRRC-WESTbahn-Zug angekommen | RDC führt 3G-Regel ein | weitere neue S-Bahnen für Hamburg | LNG-Testtransport mit der Bahn | Cottbus Hbf. ist "Bahnhof des Jahres" | Tarifkonflikt zwischen DB und GDL gelöst | Transdev startet früher in Hannover | 50 Jahre IC in Deutschland | Bund fördert Restaurierung des TEE Rheingold | agilis erhält Mireos für das Netz Donautal | SBB plant Abstellanlage im Dierikon | Corona prägt die SBB weiterhin | Bahn hat höchsten Anteil am Güterverkehr über die Alpen | DAK wird europaweit eingeführt


Weiterführende Informationen:

Zeitmarken

00:00 WESTbahn stellt neue KISS 3 vor
03:32 Klimaticket Ö gilt für ganz Österreich und ist ab sofort bestellbar
05:24 Rollout der ersten neuen Nightjet-Wagen
06:07 ÖBB: Probleme mit Beschaffung neuer DOSTOs
08:17 1. CRRC-WESTbahn-Zug angekommen
08:53 RDC führt 3G-Regel ein
10:17 weitere neue S-Bahnen für Hamburg
11:08 LNG-Testtransport mit der Bahn
12:02 Cottbus Hbf. ist "Bahnhof des Jahres"
13:07 Tarifkonflikt zwischen DB und GDL gelöst
14:43 Transdev startet früher in Hannover
15:27 50 Jahre IC in Deutschland
17:23 Bund fördert Restaurierung des TEE Rheingold
17:59 agilis erhält Mireos für das Netz Donautal
19:17 SBB plant Abstellanlage im Dierikon
20:02 Corona prägt die SBB weiterhin
21:29 Bahn hat höchsten Anteil am Güterverkehr über die Alpen
22:30 DAK wird europaweit eingeführt
23:30 Outro

Das Videoskript zum Nachlesen

Österreich

WESTbahn stellt ihre neue KISS3 Flotte vor

Die neuen Züge der WESTbahn sind da und rein optisch gleichen sie den bisherigen auf ein Haar. Einzige Veränderung von außen sind die neu 3 Komfortklassen: die 2. Klasse (neue Bezeichnung: Standard Class, Farbe Orange), die Comfort Class 2+ (Farbe Petrol) und die 1. Klasse (neue Bezeichnung: First Class, Farbe Gelb). Für die First Class im Oberdeck des Endwagens 16 wird (wie bisher bei PLUS) ein streckenabhängiger Upgrade-Preis verrechnet. Für die Nutzung der Comfort Class, die sich im Ober- und Unterdeck des Endwagens 11 sowie im Unterdeck des Endwagens 16 befindet, kommt ein Upgrade von 6,90 Euro (bzw. 3,50 Euro für alle mit ÖBB Vorteilscard, bei Vorausbuchung) zur Anwendung. Im Upgrade-Tarif ist eine Sitzplatzreservierung inkludiert. Gleichzeitig wird der Preis für die Sitzplatzreservierung in der Standard Class von 5 Euro auf 2,90 Euro gesenkt.

Besonders schätzen werden die Comfort-Class all jene, die mit ihrem Klimaticket ab dem 26. Oktober in den WESTbahn-Zügen unterwegs sind: Sie können bei jeder Fahrt und egal, wann sie mit ihrer Netzkarte in der WESTbahn unterwegs sind, kostenlos in die Comfort Class upgraden. Zusätzlich dazu haben sie die Möglichkeit, vorab eine kostenlose Platzreservierung vorzunehmen.

Allen Reisenden, egal, mit welchem Ticket sie unterwegs sind, garantiert der neue Relax Check-in eine noch entspanntere Reise. Indem man selbst den eigenen Ticket-QR-Code mit dem neuen Sitz-QR-Code verbindet und sich so für die Fahrt eincheckt, „erspart“ man sich die Ticketkontrolle durch die Crew.
Kleine Verbesserungen für das Wohlbefinden der Reisenden, etwa eine stärkere Druckertüchtigung der Züge, Anpassungen bei der Klimaanlage und ein optimiertes WC-System mit Desinfektionsmittelspender sind natürlich auch Teil des Upgrades.

Aber die Züge haben noch weitere, nicht direkt sichtbare Neuerungen: Das Garniturgewicht wurde trotz erweiterter technischer Ausstattung um zwei Tonnen verringert. Auch für den operativen Betrieb an sich sind die KISS 3 noch besser ausgerüstet als die Flotten zuvor: Die Ausstattung der Garnituren mit dem derzeit modernsten Zugsicherungssystem ETCS Level 2 - Baseline 3 bedeutet mehr Ausfallssicherheit und bessere und übersichtlichere Informationen für die Mitarbeitenden im Triebfahrzeug sowie bei der Infrastruktur.

Die neuen Fahrzeuge haben bereits vollständig den Regelbetrieb übernomme, die 6-teiligenKISS 1 werden wie berichtet an die DB abgegeben und dort ab nächstem Jahr eingesetzt.

Auch für den Fahrplan gibt es Neuerungen: ab Gültigkleitsbeginn des Klimaticket Ö am 26. Oktober bietet die WESTbahn 8 zusätzliche Fahrten pro Tag an.

Mit dem Fahrplanwechsel folgt dann der nächste, erstmals auch internationale Schritt der WESTbahn: Ab dem 12. Dezember 2021 wird sie mit den neuen KISS 3 täglich bis zu sechs durchgehende Verbindungen pro Tag zwischen Wien Westbahnhof und München Hauptbahnhof bieten. Mehr dazu dann im November in einem Video zum Fahrplanwechsel von mir.

Langfristig werden übrigens auch Verbindungen nach Bregenz und Zürich angepeilt.

Klimaticket Ö kann ab sofort bestellt werden

Es ist so weit: wenn ihr dieses Video seht kann das Klimaticket Ö ab sofort vorbestellt werden und gilt frühestens ab dem Nationalfeiertag am 26. Oktober. Eine Vorbestellung ist auf klimaticket.at und an den Ticketschaltern der Bahngesellschaften österreichweit möglich. Von 1. bis 31. Oktober zahlt man für die österreichweite Jahresnetzkarte als Erwachsener 949 Euro, für Menschen bis einschließlich 25 Jahre und ab 64 Jahren schlägt das neue Ticket mit 699€ zu Buche. Danach werden die immer noch vergleichsweise günstigen 1095 bzw. 821 Euro fällig. Die Fahrkarte gilt im gesamten Linienverkehr österreichweit. Davon ausgenommen sind noch die Wiener Linien, die Wiener Lokalbahnen, die Raaberbahn (Wien Hauptbahnhof-Deutschkreutz), die NÖVOG sowie die Regionalbusse der VOR-Region. Dies soll sich hoffentlich Ende des Jahres ändern, wenn auch die letzten drei Bundesländer Wien, Niederösterreich und das Burgenland Teil des Klimaticket Ö werden.

Ein Klimaticket für die 1. Klasse gibt es nicht, sehrwohl aber die Möglichkeit für ein Jahresupgrade in die 1. Klasse der ÖBB. Dieses kostet dann allerdings mehr als das Ticket selbst, nämlich 1.355€ für Erwachsene und 1.030€ für Jugendliche und Senioren. Dieses Upgrade umfasst allerdings keine kostenlosen Sitzplatzreservierungen oder den kostenlosen Klassenwechsel in die Businessclass. Hierfür können nun ÖBB-Reservierungskontingente erworben werden, welche für alle drei Komfortklassen erhältlich sind.

Die Österreichcard, die Jahresnetzkarte der ÖBB wird aller Voraussicht nach wegen des Klimatickets auslaufen, derzeit wird die Österreichcard aber noch vonseiten der ÖBB regulär angeboten.

Rollout der ersten neuen Night-Wagen

Mitte September erblickten die ersten beiden Wagen der kommenden neuen Nightjet-Generation erstmals das Tageslicht und die freie Strecke. Konkret sind nun ein barrierefreier Wagen und ein Steuerwagen mit der neuen Vectron-Front auf Testfahrten unterwegs. Auch die künftige Spitzengeschwindigkeit von 230km/h konnte dabei bereits erreicht und übertroffen werden. Bis die Öffentlichkeit auch den Innenraum der neuen Züge live zu Gesicht bekommt wird es noch etwas dauern, man ist bei Siemens aber im Zeitplan und auf einem guten Weg. Schreibt doch in die Kommentare, wie euch das Vectron-Design des Steuerwagens gefällt, nun da man ihn real betrachten kann.

Stadler bekommt Zuschlag für ÖBB-Doppelstockzüge - oder doch nicht?

Der Zeitplan der Beschaffung neuer Doppelstockzüge gerät laut der Tageszeitung „Standard" in Verzug. Konkret geht es um eine Ausschreibung für bis zu 186 4- 5- und 6teilige Doppelstocktriebzüge für den Einsatz in Wien und Niederösterreich ab dem Fahrplanwechsel 2024. Dann sind nämlich in der Ostregion erhebliche Angebotsausweitungen geplant. Gesamtwert des Auftrags: 400 Millionen Euro. Den Zuschlag erhielt bereits im Mai Stadler Rail. An dieser Stelle danke an Amon Engler von Engler Rail, durch den hier hier exklusiv erahnen könnt, wie die künftigen ÖBB Dostos aussehen werden.

Gegen diese Ausschreibung klagte allerdings Alstom Transportation Austria - sicher auch aus Unmut über den Streit wegen der TALENT 3 Züge. Und das Bundesverwaltungsgericht gab Alstom Recht und erklärte die Zuschlagserteilung am 10. September für nichtig. Allerdings aus einem Grund den erst das Gericht feststellte: Stadler scheint das Ausschreibungsangebot mit einer falschen digitalen Signatur unterzeichnet haben, die nicht grenzüberschreitend gültig sei. Stadler bestreitet dies in einer Stellungnahme: man habe diese elektronische, von den zuständigen internationalen Behörden anerkannte, Signatur schon hundertfach bei der Teilnahme an Ausschreibungen im EU-Raum verwendet. Zahlreiche so unterzeichnete Angebote seien damit gewonnen worden, auch solche österreichischer Bahnen.

Man werde sämtliche Stadler zustehende Rechtsmittel gegen das Urteil ausschöpfen, heißt es weiter.
Die ÖBB werden nun entweder eine Revision gegen das vorliegende Urteil einlegen oder eine Neuausschreibung des Rahmenvertrags beginnen - je nachdem, welche Methode schneller ist. Diese Entscheidung werde zeitnah fallen, teilte man mir auf Anfrage mit.

Jedenfalls werde es keine Einschränkungen im Bahnangebot für die Fahrgäste geben. Die Doppelstockzüge werden kommen, so viel ist sicher - wann genau ist nun wieder offen und genau genommen auch, von wem sie kommen werden, denn eine erneute Ausschreibung würde wieder allen Anbietern offen stehen.

Erster CRRC-WESTbahn-Zug aus China angekommen

Nachdem vor einigen Monaten bekannt wurde, dass die WESTbahn in 2-3 Jahren 4 Züge von CRRC aus China bekommen wird, ist nun die erste dieser Garnituren im Hafen von Bremerhaven eingetroffen. Von dort aus geht es wohl weiter ins Tschechische Velim, wo die Fahrzeuge umfangreichen Testfahrten unterzogen werden. Danke an Moritz für die Bilder aus Bremerhaven.

Und ja, in Österreich sagen wir tatsächlich China, und daran solltet ihr euch besser gleich gewöhnen, denn in Zukunft wird wohl des öfteren auch die Bahnbranche des fernen Ostens zu uns vordringen.

Deutschland

RDC startet 3G-Regel im Fernzug

Um das Reisen in der Pandemie trotz der hochansteckenden Deltavariante zuverlässig planbar zu machen, führt das private Eisenbahnverkehrsunternehmen RDC Anfang September die 3G-Regel in ihren Nachtzügen ein.

Fahrgäste des ALPEN-SYLT Nachtexpress können damit nun in Bezug auf die Pandemie etwas entspannter reisen. Alle Personen an Bord ab 12 Jahren sind entweder negativ getestet, vollständig gegen Covid-19 geimpft oder von Covid-19 genesen. Zusätzlich hält RDC im Reisejahr 2021 an seinem Hygiene- und Vertriebskonzept fest, Tickets für Schlaf- und Liegewagen ausschließlich für Privatabteile anzubieten. Aufgrund dieser erheblichen Änderung einer wesentlichen Beförderungsleistung sind die Reisenden übrigens dazu berechtigt, für alle vor dem 09. September gebuchten Fahrten unentgeltlich von ihrem Beförderungsvertrag zurückzutreten, so steht es im deutschen Beförderungsrecht und auch in RDCs eigenen Beförderungsbedingungen.

Dieser Regelung vorausgehend hatte die Bundesregierung angeregt, zum Schutz vor möglichen Corona-Ansteckungen in Fernzügen die 3G-Regel als „mögliche und sinnvolle Maßnahme“ anzuwenden, so wie es bereits in Frankreich und Italien der Fall sei. Dieses Konzept wird, zumindest für den Moment vonseiten der DB nicht weiter verfolgt.

S-Bahn Hamburg bestellt bei Alstom weitere 64 S-Bahnen

Im Auftrag der Stadt haben die S-Bahn Hamburg und Alstom den Vertrag über die Lieferung von weiteren 64 S-Bahn-Zügen der Baureihe 490 unterzeichnet. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 500 Millionen Euro. Damit wurde die im Verkehrsvertrag vereinbarte Option vollständig eingelöst. Der Rahmenvertrag hierzu wurde bereits 2013 unterzeichnet. Bislang sind 82 Fahrzeuge der Baureihe 490 im Hamburger S-Bahnnetz im Einsatz.

Fahrgäste können sich auf den mittlerweile bekannten Komfort der dreiteiligen Züge freuen, gepaart mit einigen entscheidenden Neuerungen. So werden die Fahrzeuge mit einem weiteren Mehrzweckbereich für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer:innen der vielfältigen Nutzung im Hamburger Nahverkehr künftig noch besser gerecht.

LNG-Testtransport auf der Schiene

Die VTG AG hat für die LIQVIS GmbH einen ersten erfolgreichen Testtransport von tiefkalt verflüssigtem Erdgas – kurz LNG – im speziell entwickelten Kesselwagen erfolgreich durchgeführt. Die Beladung fand auf dem Gelände der Brunsbüttel Ports GmbH statt, anschließend wurde das Gas per Schienentransport zum rund 800 km entfernten Uniper-Kraftwerk Ingolstadt befördert. LIQVIS möchte mit diesem Projekt, den Transport von LNG auf der Schiene als eine wichtige Alternative untersuchen, LNG sicher, wirtschaftlich und umweltschonend zu möglichen LNG-Verteilzentren zu bringen. Auf der Schiene könnten größere Mengen in einem transportiert werden und dadurch Transportemissionen reduziert und Straßen entlastet werden. Zudem zeichnet sich der Transport von Gefahrgütern auf der Schiene durch eine allgemein sehr hohe Sicherheit aus.

Cottbus Hbf. ist deutscher Bahnhof des Jahres

Findet ihr auch, dass Cottbus der beste Bahnhof Deutschlands ist, und wenn nicht, was ist euer persönlicher Bahnhof des Jahres? Schreibt das doch mal in die Kommentare.

Tarifkonflikt zwischen DB und GDL ist gelöst

Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben sich endlich auf einen Tarifabschluss verständigt. Damit ist der Tarifkonflikt mit der GDL beigelegt. Der Tarifvertrag hat eine lange Laufzeit von 32 Monaten bis Oktober 2023.

Der Tarifkompromiss ist in vertraulichen und intensiven Verhandlungen gelungen, nachdem beide Seiten in den strittigen Fragen aufeinander zugegangen sind. Die Verhandlungen waren unter Vermittlung der beiden Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Schleswig-Holstein wieder in Gang gekommen.
Die Verständigung sieht eine Lohnerhöhung von 3,3 Prozent in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 32 Monaten vor. Zum 1. Dezember 2021 sollen die Löhne um 1,5 Prozent, zum 1. März 2023 um weitere 1,8 Prozent steigen. Außerdem wird eine weitere Corona-Prämie gezahlt: Zum 1. Dezember dieses Jahres erhalten die Beschäftigten je nach Lohngruppe 600, 400 oder 300 Euro, zum 1. März 2022 weitere 400 Euro.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge wird die DB weiterhin 3,3 Prozent Arbeitgeber-Anteil in den Pensionsfonds einzahlen.

Die Tarifvertragsparteien stimmen außerdem darin überein, dass das Tarifeinheitsgesetz bei der DB angewendet wird. Die GDL ist zu einem Verfahren zur Mehrheitsfeststellung in den betroffenen 71 DB-Betrieben bereit. Die GDL-Tarifverträge kommen in den derzeit 16 GDL-Mehrheitsbetrieben zur Anwendung.

Transdev startet früher auf der S-Bahn Hannover

Früher als geplant wird Transdev erste Verkehrsleistungen auf drei Strecken der S-Bahn Hannover übernehmen. Die Aufgabenträger Region Hannover, die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH und der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe haben jetzt die Transdev-Gruppe mit einem Probebetrieb als Echtbetrieb auf drei Strecken im Netz der S-Bahn Hannover beauftragt. Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021 wird Transdev für sechs Monate bis Juni 2022 den S-Bahn-Verkehr auf den Linien von Hannover Hbf nach Hildesheim (S3) sowie über Burgdorf nach Celle (S6 und S7) übernehmen. Zum Einsatz werden dabei die neuen Züge vom Typ Stadler Flirt 3 XL kommen, die von eigenem Transdev-Personal gesteuert werden. Die Fahrzeuge bieten dem aktuellen Standard entsprechend WLAN und Steckdosen am Platz. Großer Wert wurde bei der Entwicklung der Fahrzeuge auf die Barrierefreiheit gelegt. In Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Verbänden sei so ein Innenraum entstanden, der die individuellen Bedürfnisse der Fahrgäste berücksichtigt, so Transdev.

50 Jahre Intercity

Am 26. September 1971 begann die Reise des ersten Intercity in Deutschland. Damals mit der legendären 103 bespannt und nur mit 1. Klasse Wagen unterwegs hat sich seitdem einiges geändert. 1979 wurden unter dem Motto „Jede Stunde, jede Klasse“ der Stundentakt und die 2. Klasse eingeführt.

In den 80er-Jahren wandelte sich das Erscheinungsbild der Intercity-Züge in vielerlei Hinsicht. Das Liniennetz wurde geändert und neue Linien kamen hinzu. Erste Schnellfahrstrecken wurden befahren. Aber auch immer mehr Großraumwagen kamen im Intercity zum Einsatz, und die ersten davon führten nun auch Rollstuhlbereiche.

Mitte der 90er Jahre wurden die ICs um Steuerwagen ergänzt, um Wendezüge zu ermöglichen. In den 2000ern stand die erste große Modernisierungsoffensive der in die Jahre gekommenen Wagen an. Hierbei bekamen die Fahrzeuge neben neuen Farben, Sitzbezugsstoffen und WC-Einrichtungen auch kurze Zeit später ein elektronisches Fahrgastinformationssystem. Ab 2003 erhielten die Intercity-Züge das ICE-ähnliche Farbschema, das wir bis heute kennen.

In den Jahren 2012 bis 2014 sowie seit 2018 wurden und werden die Innenräume der Intercity-Flotte wieder modernisiert. Seit Dezember 2015 sind außerdem die Intercity 2 Züge unterwegs, die sich leider nicht bei allen großer Beliebtheit erfreuen. Trotzdem wird dank ihnen der Fernverkehr auch in ländlichere Gebiete ausgeweitet, die zuvor keinen Intercity-Anschluss besaßen.

Und ab Ende 2022 treten die dann modernisierten 6-teiligen KISS 1 Züge der WESTbahn ihren Betrieb als DB Intercity an und werden Baden Württemberg mit der Schweiz verbinden.
Zum heurigen Jubiläum hat die Deutsche Bahn übrigens eine Intercity Lok der Baureihe 101 in den Farben der IC-Wagen lackieren lassen.

Schweiz

SBB plant Abstellanlage im Dierikon

Mitte September hat die SBB gemeinsam mit dem Kanton Luzern und der Gemeinde Dierikon die Bevölkerung über die Notwendigkeit des Ausbaus des Bahnhofs Luzern zum Durchgangsbahnhof und die damit erforderliche Abstellanlage für Personenzüge in Dierikon informiert. Der Durchgangsbahnhof bringt ein besseres Angebot für die ganze Zentralschweiz. Dadurch werden mehr Züge unterwegs sein, die über Nacht und in den Nebenverkehrszeiten abgestellt werden müssen.

Die bestehenden oberirdischen Abstellanlagen beim Bahnhof Luzern sind dann nicht mehr direkt mit dem unterirdischen Durchgangsbahnhof verbunden und müssen deshalb teilweise an einen neuen Standort im Grossraum Luzern verschoben werden.

Corona prägt die SBB weiterhin

Kürzlich präsentierte die SBB ihr Halbjahresergebnis. Die Zugspünktlichkeit im Personenverkehr lag bei 92,7 Prozent, trotz heftigen Schneefällen im Januar und Unwettern im Juni. Die geringere Anzahl Reisende führte zur Entlastung des Bahnsystems und zu höherer Pünktlichkeit. Mit zunehmender Rückkehr zur Normalität und mehr Reisenden sinkt die Pünktlichkeit tendenziell. Positiv wirkte sich auch die bessere Planung von Bau- und Unterhaltsarbeiten aus. Die mehrheitlich stabile Betriebslage und das grosse Platzangebot in den Zügen trugen zum positiven Reiseerlebnis bei. Die Kundenzufriedenheit konnte gegenüber Juni 2020 um 4,2 auf 77,5 Punkte gesteigert werden.

Wegen den Corona-bedingten Verlusten ist die Verschuldung der SBB stark angestiegen. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Bund und SBB erarbeitet zurzeit Grundlagen, um eine nachhaltige, robuste Finanzierung des Unternehmens mit Horizont 2030 zu gewährleisten. Die SBB leistet mit Sparmassnahmen und Effizienzsteigerungen selbst den grösstmöglichen Beitrag für eine gesunde finanzielle Situation.

Die SBB schätzt, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis sich die Passagierzahlen vollständig erholt haben. Langfristig wird die Bahn aber wieder stark wachsen; dazu trägt auch das steigende Bedürfnis nach klimafreundlichem und komfortablem Reisen bei.

Höchster Bahnanteil am alpenquerenden Güterverkehr

Die Bahn hat im ersten Halbjahr 2021 am alpenquerenden Güterverkehr den höchsten Anteil seit 25 Jahren erreicht. Sie kam auf 74,4 Prozent. Zurückzuführen ist das auf die Eröffnung des Ceneri-Basistunnels und des Viermeter-Korridors, wie das Bundesamt für Verkehr mitteilte. So können seit Ende 2020 mehr längere und schwerere Züge auf der Gotthardachse verkehren.

Auf Schiene und Strasse wurden 12,5 Prozent mehr Güter durch die Alpen transportiert als in der Vorjahresperiode und auch mehr als im ersten Halbjahr 2019. Damit ist der Güterverkehr wieder auf demselben Niveau wie vor der Corona-Krise. Die Bahn legte nach BAV-Angaben um drei Prozentpunkte zu. Die Möglichkeit, Container mit vier Metern Eckhöhe zu transportieren, erschloss der Bahn ein neues Kundensegment. Zustande kam der Erfolg gemäss dem BAV auch durch die Finanzhilfen mehrerer europäischer Länder für den Schienenverkehr in der Corona-Krise.

Zum Connecting Europe Express, der noch bis 7. Oktober durch ganz Europa fährt, habe ich bereits einen Beitrag veröffentlicht, weshalb das Projekt nicht Teil dieser BahnNews-Folge ist. Das Video findet ihr hier: