Zum Inhalt springen
Filter Filter
Region
AT130 Wien
|
AT312 Linz-Wels
Branche
Plasser & Theurer Bahnbaumaschinen GmbH
JMT Industrie Holding: neue Konzernstruktur für Plasser & Theurer, Robel, Matisa und Speno

JMT Industrie Holding: neue Konzernstruktur für Plasser & Theurer, Robel, Matisa und Speno

[Informationsverbund, Presseaussendung]
von A.D.

Unternehmerfamilie ordnet ihre Beteiligungen neu und schafft damit eine zukunftsfähige Struktur. Auch bei Plasser & Theurer sollen neue Strukturen die Grundlage für weiteres Wachstum bilden.

Die Familie Max-Theurer ordnet ihre Unternehmen im Bereich Bahninfrastruktur neu. Die Teilkonzerne Plasser & Theurer, Robel, Matisa und Speno werden in der gemeinsamen Holdinggesellschaft JMT Industrie Holding GmbH mit Sitz in Österreich zusammengeführt. Die vier Teilkonzerne planen 2026 einen konsolidierten Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro und beschäftigen weltweit rund 7.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Vier eigenständige Marken, eine klare Struktur

Bisher wurden die Unternehmen in getrennten Gesellschaftsstrukturen in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz gehalten. Mit der Neuordnung entsteht eine einheitliche und klare Konzernstruktur mit vier eigenständig geführten Teilkonzernen unter dem Dach der JMT Industrie Holding GmbH:

  • Plasser & Theurer Group: Der weltweite Technologieführer für Gleisbau- und Instandhaltungsmaschinen bündelt sämtliche internationalen Plasser-Gesellschaften unter dem Dach von Plasser & Theurer in Österreich. Die neu formierte Plasser & Theurer Group plant 2026 einen Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro und beschäftigt rund 5.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit, davon 2.300 in Österreich.

  • Robel Group (Deutschland): Ein führender Hersteller von Maschinen, Systemen und Dienstleistungen für Bau und Instandhaltung der Schieneninfrastruktur, mit Zukunftsfeldern in Automatisierung und Schienenbearbeitung.

  • Matisa (Schweiz): Jahrzehntelange Erfahrung mit hoch spezialisierten Maschinen und Großmaschinen für Gleisbau und Gleisunterhalt, mit starker Marktposition insbesondere in Europa.

  • Speno International (Schweiz): Einer der weltweit führenden Spezialisten für Schienenschleifen und Schienenpflege.

Robel, Speno und Matisa gehören seit Jahrzehnten zum Beteiligungsportfolio der Eigentümerfamilie und werden auch weiterhin als eigenständige Unternehmen geführt. Alle vier Unternehmen behalten ihre Marken, ihr Management, ihre Standorte und ihre Kundenbeziehungen und agieren weiterhin als eigenständige Teilkonzerne.

Auch Plasser & Theurer stellt sich neu auf

Die Neuordnung des gesamten Konzerns folgt auf den erfolgreichen Turnaround von Plasser & Theurer: 2025 erzielte das Unternehmen mit 731 Millionen Euro einen Rekordumsatz, ein EBIT von 41,4 Millionen Euro und einen Auftragseingang von rund einer Milliarde Euro. Der Auftragsbestand bei Plasser & Theurer liegt bei über 1,6 Milliarden Euro. Nun wird Plasser & Theurer mit seinen weltweiten Beteiligungsfirmen in der Plasser & Theurer Group GmbH (vormals Plasser & Theurer, Export von Bahnbaumaschinen, Gesellschaft m.b.H.) zusammengeführt.

„Wir haben in den vergangenen zwei Jahren in einem schwierigen Umfeld viel erreicht. Um auf diesem Erfolg aufzubauen, schaffen wir nun die passende Struktur. Wir ordnen alle unsere Unternehmen neu und bauen damit eine zukunftsfähige, schlagkräftige Organisation auf – die Grundlage für weiteres Wachstum“, sagt Johannes Max-Theurer, Eigentümer und CEO der Plasser & Theurer Group.

Neue Struktur für weiteren Erfolg

Plasser & Theurer hat Produktionsstandorte, Werkstätten und Niederlassungen auf allen Kontinenten. Linz bleibt der größte Produktionsstandort der Gruppe. Dort entsteht mit dem neuen Montage- und Inbetriebnahmewerk – einem Investitionsvolumen von über 60 Millionen Euro – die größte Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte, die rund 80 neue Arbeitsplätze schafft. Die Eröffnung findet am 16. Oktober statt.

„Diese Investitionsentscheidung erfolgte trotz der derzeitigen Rahmenbedingungen in Europa. Energiekosten, Lohnnebenkosten und Bürokratie belasten uns im internationalen Wettbewerb massiv. Wir investieren in Österreich und schaffen hier Arbeitsplätze – weil wir an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter glauben, von unseren Produkten überzeugt sind und weil die Bahn die Zukunft der Mobilität ist. Wir tun unseren Teil, weil wir an diesen Standort glauben. Jetzt ist die Politik am Zug, damit sich die Rahmenbedingungen ändern und ein Exportunternehmen wie unseres in Österreich wettbewerbsfähig bleibt“, so Max-Theurer.

Familienunternehmen mit langfristiger Perspektive

Die Unternehmensgruppe ist und bleibt zu 100 Prozent im Eigentum der Familie Max-Theurer. Verkaufs-, Investoren- oder Börsenpläne gibt es nicht. Für Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende ändern sich Verträge und Ansprechpartner nicht. Die gesellschaftsrechtlichen Umsetzungsschritte werden bis Ende 2026 abgeschlossen.

Die JMT Industrie Holding auf einen Blick

Die JMT Industrie Holding auf einen Blick

Unternehmen Umsatz 2026 (rund) Mitarbeitende (rund) Sitz
JMT Industrie Holding GmbH (konsolidiert) 1.700 Mio. Euro 7.900 Österreich
Plasser & Theurer Group 1.100 Mio. Euro 5.600 Wien/Linz
Robel Group 200 Mio. Euro 1.000 Freilassing, Deutschland
Matisa 200 Mio. Euro 600 Crissier, Schweiz
Speno International 200 Mio. Euro 700 Genf, Schweiz

Über Plasser & Theurer:

Gegründet 1953, Stammwerk in Linz, Firmenzentrale in Wien. Maschinen und Systeme für Neubau, Umbau und Instandhaltung von Gleisen und Oberleitungen. Mehr als 17.900 gelieferte Großmaschinen in 110 Länder, Exportquote 93 Prozent, mehr als 2.500 aufrechte Patente.

Pressemeldung: Plasser & Theurer, Export von Bahnbaumaschinen, Gesellschaft m.b.H.