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Region
IE021 Dublin | Stadt Dublin, Dun Laoghaire-Rathdown, Fingal, South Dublin
Branche
Stadler
Symbolträchtige Premiere: Acht Stadler-Züge für Irland

Symbolträchtige Premiere: Acht Stadler-Züge für Irland

[Presseaussendung]
von A.D.

Stadler baut erstmals Züge für Irland: Iarnród Éireann und Translink bestellen acht FLIRT-Züge inkl. Wartung. Ab 2030 verbinden sie Dublin und Belfast komfortabler, schneller und mit mehr Verbindungen auf der wichtigen Strecke.

Die rund 180 Kilometer lange Enterprise-Bahnstrecke verbindet die irische Hauptstadt Dublin mit der nordirischen Hauptstadt Belfast. Die eingesetzten Fahrzeuge erreichen in den nächsten Jahren das Ende ihrer Lebensdauer. Daher haben Iarnród Éireann (IÉ) und Translink Northern Ireland Railways (NIR) Stadler damit beauftragt, acht FLIRT-Züge zu bauen. Diese werden voraussichtlich ab 2030 den Betrieb auf der grenzüberschreitenden Intercity-Strecke aufnehmen.

Der Auftrag umfasst neben dem Bau der Fahrzeuge auch einen Wartungsvertrag über 15 Jahre. Stadler unterstützt die Instandhaltung, um eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Flotte sicherzustellen. Der Leistungsumfang umfasst den technischen Support, die Lieferung von Ersatzteilen, Engineering-Leistungen, die fachtechnische Überwachung der Instandhaltung sowie die Ausbildung der Mitarbeitenden.

Eine zusätzliche Verbindung pro Tag und Richtung

Mit den neuen Zügen lässt sich die Reisezeit zwischen den beiden Hauptstädten auf unter zwei Stunden verkürzen. Das erhöht die Wettbewerbsfähigkeit und ermöglicht, dass die IÉ und die NIR einen zusätzlichen Zug pro Tag und Richtung einführen können. Insgesamt verkehren künftig 16 Züge pro Tag in beide Richtungen, womit die steigende Nachfrage gedeckt wird.

Für die Reisenden erhöht sich dank den grosszügigen Sitzbereichen, WLAN im Zug, einem verbesserten Catering-Angebot sowie dem hellen, offenen und modernen Design der Fahrkomfort deutlich. Die 200 Meter langen Züge verfügen über 407 Sitzplätze. Sie sind zudem komplett barrierefrei, ermöglichen einen stufenlosen Einstieg an allen Türen, haben reservierte Plätze für mobilitätseingeschränkte Personen und sind mit rollstuhlgängigen WCs ausgestattet.

Ein Multitalent für maximale Flexibilität

Die neuen FLIRT-Züge sind mit einem Diesel-Elektro-Batterie-Antrieb ausgestattet. Dies ermöglicht einen flexiblen, effizienten und nahtlosen Betrieb über verschiedene Strom- und Netzsysteme hinweg. Im nicht-elektrifizierten Nordirland verkehren die Züge im Grossraum Belfast mit der eingebauten Batterie. Anschliessend bringt der Dieselmotor die Fahrzeuge über die Grenze in die Republik Irland bis in die Stadt Drogheda. Von dort werden die Züge über die Fahrleitung gespeist und fahren elektrisch weiter nach Dublin. Der Wechsel zwischen den Antriebsarten funktioniert nahtlos und ohne, dass die Reisenden etwas davon bemerken. Dies macht den Betrieb flexibel, effizient und umweltschonend.

Die neuen Züge sind zudem so konzipiert, dass sie auch nach der vorgesehenen Elektrifizierung der Enterprise-Strecke unterbruchsfrei zwischen den beiden Ländern verkehren können. Die Fahrzeuge fahren dann von Dublin bis Drogheda mit einem 1500-V-GleichstromTraktionssystem und von Drogheda bis Belfast mit einem 25-kV-Wechselstrom-System. Bei Bedarf kann die Batterie weiterhin genutzt werden, um nicht elektrifizierte Streckenabschnitte zu überbrücken. Damit unterstützen die FLIRT-Züge die Netto-Null-Strategie der beiden Länder für die Strecke Dublin–Belfast.

Daniel Baer, Divisionsleiter Service und Mitglied der Geschäftsleitung von Stadler: «Mit diesem Auftrag werden erstmals Stadler-Züge auf der irischen Insel unterwegs sein. Die Enterprise-Verbindung ist ein Symbol für die enge Zusammenarbeit zwischen Nordirland und der Republik Irland. Wir sind stolz, dass wir mit unseren FLIRT-Zügen und mit umfassenden Serviceleistungen einen Beitrag zur Modernisierung und höheren Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs auf dieser symbolträchtigen Strecke leisten können.»

Ralf Warwel, Verkaufsleiter Vereinigtes Königreich und Irland bei Stadler: «Die neuen FLIRTZüge stehen für hohen Komfort und maximale Flexibilität im grenzüberschreitenden Betrieb. Sie sind optimal auf die besonderen Anforderungen der Enterprise-Linie zugeschnitten. Wir danken der IÉ und der NIR für das Vertrauen und freuen uns auf die enge Zusammenarbeit in diesem wegweisenden Projekt.»

Chris Conway, Group Chief Executive von Translink: «Heute wird eine langfristige Vision Realität. Diese Beschaffung wird das Reiseerlebnis auf der Enterprise-Verbindung grundlegend verändern – mit einem modernen, qualitativ hochwertigen Angebot, bei dem Barrierefreiheit, Komfort und die Bedürfnisse der Fahrgäste im Zentrum stehen. Wir freuen uns auf die enge Zusammenarbeit mit Stadler bei der Umsetzung dieses wegweisenden Projekts.»

Mary Considine, Chief Executive von Iarnród Éireann: «Iarnród Éireann und Translink freuen sich sehr über die Zusammenarbeit mit Stadler, um ein neues Kapitel für die EnterpriseVerbindung aufzuschlagen. Wir begrüssen die neuen Stadler-Züge, die uns und Translink in die Lage versetzen, unseren derzeitigen und zukünftigen Kunden einen echten Vorzeigeservice zu bieten – nämlich einen nahtlosen grenzüberschreitenden Betrieb mit höchsten Standards im Kundenservice sowie eine neue Ära der Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit.»

Projekt mit EU-Fördermittel unterstützt

Die Investition in der Höhe von 548 Millionen Pfund (698 Millionen Euro) für neue Züge und die dazugehörige Infrastruktur wird gemeinsam von der nordirischen Regierung (Department for Infrastructure) und der irischen Regierung (Department of Transport) finanziert. Zusätzlich wird das Projekt mit 165 Millionen Euro aus dem Programm PEACEPLUS unterstützt, das von dem Special EU Programmes Body (SEUPB) verwaltet wird. PEACEPLUS wird von der Europäischen Union, der Regierung des Vereinigten Königreichs, der Regierung Irlands sowie der nordirischen Exekutive kofinanziert.

Mit dem Abschluss des 15-jährigen Wartungsvertrags baut Stadler seine Präsenz im Vereinigten Königreich und in Irland weiter aus. Das Enterprise-Projekt knüpft an bestehende Verträge in England, Wales und Schottland an. Die neuen Züge ergänzen die Flotte von derzeit 275 Fahrzeugen, die von 432 Mitarbeitenden im Vereinigten Königreich betreut werden.

Über Stadler

Stadler baut seit über 80 Jahren Züge. Der Anbieter von Mobilitätslösungen im Schienenfahrzeugbau, Service und Signaltechnik hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An 8 Produktions- und 6 Engineering-Standorten sowie an über 80 Servicestandorten arbeiten über 17’000 Mitarbeitende, davon gegen 6’000 in der Schweiz. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben (Wasserstoff und Batterie) sowie von Zahnradbahnfahrzeugen. Das Unternehmen ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung für zukunftsfähige Mobilität bewusst und steht daher für innovative, nachhaltige und langlebige Qualitätsprodukte.

Pressemeldung Stadler Rail Group