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Region
AT332 Innsbruck
Branche
Hess
Trolleybus kehrt nach Innsbruck zurück: Neustart im Jahr 2029 gesichert

Trolleybus kehrt nach Innsbruck zurück: Neustart im Jahr 2029 gesichert

[Bildbericht, Informationsverbund]
von AIM

Oberleitungsbusse waren in der Stadt bereits zweimal im Einsatz – zum ersten Mal zwischen 1944 und 1976 mit drei Linien, die von 19 Oberleitungsbussen bedient wurden. Zwischen 1988 und 2007 kehrten die Oberleitungsbusse in diese ...

Trolleybus kehrt nach Innsbruck zurück: Neustart im Jahr 2029 gesichert

Sehr gute Nachrichten für den öffentlichen Verkehr in Tirol: Die Stadt Innsbruck und die Republik Österreich haben beschlossen, den Trolleybusverkehr in Innsbruck ab dem Jahr 2029 wieder einzuführen. Damit kehrt das elektrisch betriebene Verkehrsmittel bereits zum dritten Mal in die Tiroler Landeshauptstadt zurück.

Der Trolleybus prägte Innsbruck bereits in zwei früheren Epochen: Erstmals zwischen 1944 und 1976, als drei Linien mit insgesamt 19 Fahrzeugen betrieben wurden. Eine zweite Betriebsphase folgte von 1988 bis 2007, in der zwei Linien mit 26 Trolleybussen im Einsatz standen.

Nun beginnt mit der gesicherten Finanzierung durch Bundesmittel ein neues Kapitel der Innsbrucker Verkehrsgeschichte. In einer ersten Ausbaustufe werden ab 2029 zwei Linien als modernes IMC-System (In Motion Charging) eingerichtet. Vorgesehen sind:

Linie C – bereits zwischen 1944 und 1971 als Trolleybuslinie betrieben Linie R – bereits zwischen 1988 und 2006 im Trolleybusbetrieb

Zusätzlich sollen auch die Nachtlinien N1 und N3 künftig mit Trolleybussen bedient werden.

Für den Neustart werden rund 18,2 Kilometer neue Oberleitungsanlagen errichtet. Zum Einsatz kommen 20 neue Hess/Siemens „Light Trams“, die moderne Trolleybus-Technologie mit hoher Kapazität und batteriegestütztem Fahrbetrieb kombinieren.

Darüber hinaus bestehen bereits weiterführende Planungen für ein größeres städtisches und regionales IMC-Netz. Mit der nun gesicherten ersten Ausbaustufe ist jedoch ein entscheidender Schritt gesetzt, um den emissionsfreien elektrischen Busverkehr nachhaltig nach Innsbruck zurückzubringen.

Mit dieser Entscheidung setzt Innsbruck ein starkes Zeichen für klimafreundliche Mobilität, moderne Verkehrslösungen und die Wiederbelebung einer traditionsreichen Nahverkehrsform.

Bericht und Bilder: Gunter Mackinger


Trolleybusse kommen nach Innsbruck zurück!

Wir vom ArbeitsKreis Fahrgast Tirol haben uns im Jahr 2007 im Rahmen von PRO BAHN Österreich darum bemüht, dass der Obusverkehr in Innsbruck nicht wie geplant eingestellt wird, sondern dass der Obusbetrieb bei den Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB) weiterhin Bestand hat.

Weil ich es rein zufällig bei der Hand habe, schicke ich Ihnen einfach zur unverbindlichen Information jenes Schreiben, das mir der Innsbrucker Verkehrsstadtrat Walter Peer (SPÖ) im Jänner 2007 übermittelt hat (siehe PDF-Dateien).

Mit der im Schreiben erwähnten "Salzburger IVB" meinte Verkehrsstadtrat Peer den Salzburger Obusbetrieb (StadtBus Salzburg), dessen Vorstandsdirektor damals Gunter Mackinger war.

Obwohl uns Herr Mackinger damals sehr unterstützt hat, das Ende des Obusses in Innsbruck zu verhindern, konnten wir dieses Ziel leider nicht erreichen. Denn der Obus wurde bekanntlich dann doch eingestellt.

Ich bin sowohl in Oberleitungsbussen von Gräf & Stift/BBC, Baujahr 1949 als auch in Oberleitungsbussen von Gräf & Stift/Kiepe, Baujahr 1992 als Fahrgast mehrfach durch Innsbruck gefahren bin. Aus diesem Grund freue ich mich natürlich genauso wie Herr Mackinger darüber, dass in Innsbruck nun zum dritten Mal ein Obus-Netz aufgebaut wird. Dieses Mal entsteht allerdings keine durchgehende Oberleitung mehr sondern sogenannte Oberleitungsinseln, damit die Busbatterien (während der Fahrt) wieder aufgeladen werden können.

Martin Teißl, ArbeitsKreis FAHRGAST Tirol