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TramTrain - Die erste Präsentation in Österreich

[Bildbericht, Informationsverbund]
von AIM

Großes Interesse rund um die neuen TramTrain Fahrzeuge. Gut organisierte Führungen und eine perfekte Präsentation vor Ort. Nun startet die Testphase. Jungfernfahrt soll spätestens 2027 stattfinden - es bleibt noch einiges zu tun ...

Vorgeschichte

Mit dem „Letter of Intent“ bekannte sich das Land Salzburg klar zum Projekt Regionalstadtbahn sowie zu deren Verlängerung. Gleichzeitig rückte ein zentrales Thema in den Fokus: die Fahrzeugbeschaffung. Die bestehenden Triebwagen der Salzburger Lokalbahn waren in die Jahre gekommen und mussten ersetzt beziehungsweise durch moderne Fahrzeuge ergänzt werden.

Bereits früh erkannte In-Motion.me die Bedeutung dieser Entwicklung. Dank eines starken Netzwerks hatte man das Fahrzeugbeschaffungsprogramm der AVG in Karlsruhe im Blick, das als wegweisendes Modell für eine gemeinsame Beschaffung von Tram-Train-Fahrzeugen galt.

Im Jahr 2018 wurden entsprechende Informationen an den Verein „Die Rote Elektrische“ weitergegeben, der dem Projekt Regionalstadtbahn besonders nahestand. Obmann Richard Fuchs reagierte rasch und initiierte mit einem gezielten E-Mail an zentrale Entscheidungsträger einen wichtigen Impuls. Dabei wurde nicht nur auf den Bedarf in Salzburg hingewiesen, sondern auch auf die Situation in Oberösterreich, wo ebenfalls dringend neue Fahrzeuge benötigt wurden.

Die weitere Entwicklung ist mittlerweile ein gelungenes Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit: Die Länder Salzburg und Oberösterreich beteiligten sich am gemeinsamen Tram-Train-Beschaffungsprogramm. Durch die Bündelung der Bestellungen - gemeinsam mit 4 weiteren Bestellern aus Deutschland - konnte ein äußerst attraktiver Stückpreis erzielt werden. Mit Stadler wurde zudem ein leistungsstarker und erfahrener Partner für die Umsetzung gewonnen.

Präsentation des ersten Tram-Train-Fahrzeugs in Österreich

Was 2020 als gemeinsamer Kraftakt von sechs Verkehrsunternehmen aus Österreich und Deutschland begann, erreicht mit der Präsentation des ersten TramTrain-Fahrzeugs für Oberösterreich einen weiteren wichtigen Meilenstein. Im Rahmen des internationalen Beschaffungskonsortiums hat die Schiene OÖ 20 TramTrain-Fahrzeuge bestellt – mit einer Option auf weitere 50 Fahrzeuge für das Regional-Stadtbahn Linz Projekt. Den Auftrag erhielt der Schweizer Hersteller Stadler Rail. In dessen Produktionswerk in Valencia/Spanien werden die TramTrain-Fahrzeuge nach modernsten Standards konstruiert und gefertigt. Die ersten Fahrzeuge im Regional-Stadtbahn-Design sollen zunächst auf der Strecke der Linzer Lokalbahn (LILO) zum Einsatz kommen. Verlaufen die Tests wie erwartet positiv und kommt das Genehmigungsverfahren zügig voran, steht einer fahrplanmäßigen Jungfernfahrt spätestens 2027 auf der LILO nichts mehr im Wege.

Im Jänner 2022 bekam das Schweizer Unternehmen Stadler Rail von einem deutsch-österreichischen Projektkonsortium, an dem für Oberösterreich auch die landeseigene Schiene OÖ beteiligt ist, den Auftrag zur Herstellung von mehr als 500 TramTrain-Fahrzeugen. Das weltweit einzigartige Projekt mit einem Auftragsvolumen von über 4 Mrd. Euro bringt den am Projektkonsortium beteiligten Auftraggebern hohe Skaleneffekte und eine lange Einsatzdauer der Fahrzeuge. Mit der Präsentation des ersten TramTrain-Fahrzeugs in Eferding startet eine intensive Testphase, wo es auf Herz und Nieren für den späteren Einsatz auf der LILO-Strecke geprüft und getestet werden soll. Diese intensiven und technisch anspruchsvollen Tests werden zusammen mit dem OÖVV Verkehrsverbundunternehmen Stern & Hafferl Verkehr, den ÖBB und den österreichischen Behörden durchgeführt.

Heute schließt sich der Kreis: In-Motion.me begleitete die erste öffentliche Präsentationstour des neuen Tram-Train-Triebwagens – und das Interesse war beeindruckend. Dank einer durchdachten Organisation konnten die Besucherströme optimal gelenkt werden. Vom Fachpublikum bis hin zu Familien mit Kindern war ein breites Spektrum vertreten.

Die Führungen überzeugten durch ihre besondere Anschaulichkeit. Der Triebwagen konnte aus unterschiedlichsten Perspektiven erlebt werden – von außen, im Innenraum sowie aus außergewöhnlichen Blickwinkeln von oben und unten.

Ein besonderes Highlight bildete die erste Führung durch Mattis Schindler, der mit Fachwissen, Klarheit und Begeisterung überzeugte. Souverän beantwortete er Fragen zu Technik, Fahrgastkomfort und regionalen Besonderheiten und vermittelte dabei einen eindrucksvollen Einblick in die Zukunft des regionalen Schienenverkehrs.

Intensive Testphase startet

Neben Hebe- und Aufgleiserprobungen – bei denen ein entgleistes Fahrzeug simuliert und mithilfe von Eingleiswerkzeugen wieder korrekt auf die Schienen gesetzt wird – werden auch Bremsmessfahrten sowie Not- und Zwangsbremsmanöver durchgeführt. Zudem werden die Funktionstüchtigkeit der WC-Anlagen sowie das Zusammenwirken der Ver- und Entsorgungssysteme überprüft. Störstrommessungen, elektromagnetische Verträglichkeitstests und weitere technische Prüfungen ergänzen das umfangreiche Testprogramm. Verlaufen die Tests wie erwartet positiv und schreitet das Genehmigungsverfahren zügig voran, steht einer fahrplanmäßigen Jungfernfahrt spätestens 2027 auf der LILO nichts mehr im Wege.

„Die Präsentation des ersten TramTrain-Fahrzeugs ist ein sichtbarer Meilenstein für die Regional-Stadtbahn und für die Zukunft der Mobilität in Oberösterreich. Mit dem neuen TramTrain wird sichtbar, was die Regional-Stadtbahn sein wird: eine moderne, schnelle und komfortable Verbindung zwischen Stadt und Region. Oberösterreich investiert damit konsequent in eine Mobilität, die wirtschaftliche Stärke, Lebensqualität und Klimaschutz genauso wie Stadt und Regionen miteinander verbindet.“ Thomas Stelzer, Landeshauptmann

„Die Ankunft des ersten TramTrains markiert einen zentralen Meilenstein für das Regional-Stadtbahn-Projekt und für die Mobilität in Oberösterreich insgesamt. Mit diesem Fahrzeug bringen wir modernste Technik auf die Schiene und schaffen eine attraktive, barrierefreie und nachhaltige Alternative für den Öffentlichen Verkehr in Oberösterreich. Was 2020 als gemeinsames Vorhaben mehrerer Verkehrsunternehmen begann, nimmt nun auch in Oberösterreich konkrete Gestalt an – und macht deutlich, wie wichtig mutige Entscheidungen und konsequente Umsetzungsschritte für die Zukunft der Mobilität in Oberösterreich sind.“ Günther Steinkellner, Landesrat für Mobilität und Infrastruktur

„Die Präsentation des ersten TramTrain‑Fahrzeugs ist ein starkes Signal für den Fortschritt des Regional‑Stadtbahn Projekts. Dass das Fahrzeug nun in Eferding für Tests und zur Besichtigung bereitsteht, markiert einen Meilenstein, auf den wir gemeinsam mit unseren Partnern und dem Hersteller Stadler Rail mit großem Engagement hingearbeitet haben. Dieses Fahrzeug steht für Verlässlichkeit, Komfort und technologische Innovation – und zeigt, was möglich wird, wenn Planungsqualität, moderne Fahrzeugtechnik, Ingenieur-Know-how und ein klares Zukunftsbild zusammenkommen. Mit dem Start der Test ‑ und Erprobungsphase rücken wir einen bedeutenden Schritt näher an umsteigefreie, schnelle Verbindungen zwischen Stadt und Umland und an einen neuen Standard für den Öffentlichen Verkehr in Oberösterreich.“ Sonja Wiesholzer, Geschäftsführerin Schiene OÖ

„Mit dem TramTrain kommt erstmals ein Fahrzeug nach Oberösterreich, das Stadt- und Regionalverkehr verbindet – es kann sowohl als Straßenbahn als auch auf Haupt- und Nebenbahnen eingesetzt werden. Damit steht es für eine neue, flexible Form moderner Mobilität. Dass das erste TramTrain-Fahrzeug Österreichs auf der Linzer Lokalbahn zum Einsatz kommt, macht uns besonders stolz. Die LILO wird damit zum Ausgangspunkt für eine neue Generation des öffentlichen Verkehrs, die Stadt und Region noch enger zusammenbringt.“ Günter Neumann, Geschäftsführer Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft

„Wir erleben hier eine ganz neue Generation des öffentlichen Verkehrs - mit unseren Tram-Train Fahrzeugen werden zwei Verkehrswelten miteinander verbunden. Durch die Vorteile von Straßenbahn und S-Bahn in einem System werden direkte, umsteigefreie Verbindungen zwischen Stadtzentrum und Umland ermöglicht. Dies spart nicht nur Zeit für die Pendlerinnen und Pendler, sondern auch wertvolle Ressourcen für die Betreiber. Genau dieser Mehrwert macht das Konzept für moderne Mobilitätsnetze so interessant. In diesem internationalen Projekt ist es gelungen, die Anforderungen von sechs Verkehrsunternehmen aus Deutschland und Österreich in einer gemeinsamen Fahrzeugplattform zu bündeln. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das neue Maßstäbe setzt und dabei höchsten Komfort, Zuverlässigkeit und Effizienz mitbringt.“ Christian Diewald, Geschäftsführer Stadler Austria

„Ich freue mich sehr, dass wir hier am zukünftigen Einsatzort das erste Fahrzeug für die Schiene OÖ präsentieren dürfen. Besonders hervorheben möchte ich, dass wir mit diesem Projekt erstmals international beschaffen: Fahrzeuge werden für deutsche und österreichische Betreiber gemeinsam entwickelt, gefertigt und in Betrieb gesetzt – ein echter Meilenstein für den ÖPNV. Dabei harmonisieren wir nicht nur Anforderungen zweier nationaler Systeme, sondern auch die Welten von Straßenbahn und Eisenbahn. Dass wir hierfür einen gemeinsamen, konfigurierbaren Standard schaffen konnten, zeigt eindrucksvoll, was durch partnerschaftliche Zusammenarbeit möglich ist. Ebenso stolz bin ich auf die herausragende Kooperation zwischen allen beteiligten Betreibern und unserem Fahrzeughersteller Stadler. Gemeinsam haben wir bewiesen, dass dieses Modell selbst unter komplexen Rahmenbedingungen erfolgreich realisierbar ist.“ Thorsten Erlenkötter, VDV- TramTrain Gesamtprojektleitung

Medieninformation: Schiene OÖ GmbH & Co KG | Bilder: Stadler | Ergänzungen & Bilder: in-motion.me


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