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Werdenfelsbahn: Kundgebung am Murnauer Bahnhof setzt starkes Signal aus der Region

[Informationsverbund, Veranstaltung]
von AIM

Politiker unterstützen Ausbauziele bis 2030 - Werdenfelsbahn 2030 - Kundgebung für eine starke Schiene im Deutschlandtakt...

Werdenfelsbahn: Kundgebung am Murnauer Bahnhof setzt starkes Signal aus der Region

Trotz ungemütlichen Wetters waren zahlreiche BürgerInnen am „Tag der Schiene“ der Einladung von PRO BAHN zur Kundgebung am Bahnhof Murnau unter dem Motto „Werdenfelsbahn 2030 - starke Schiene im Deutschlandtakt“ gefolgt. Auf dem Podium war die Politik hochkarätig vertreten: neben drei Landtagsabgeordneten nahmen auch Bürgermeister und Landrat Stellung zur Zukunft der Werdenfelsbahn. Der Fahrgastverband PRO BAHN warb um Unterstützung für eine gemeinsame Resolution zur Zukunft der Werdenfelsbahn.

Dafür müssen jetzt die Weichen richtig gestellt werden: Aktuell bereitet die Bayerische Eisenbahngesellschaft im Auftrag des Freistaats die Neuausschreibung des Verkehrsvertrags für den Zeitraum von 2027 bis 2039 vor. Der Freistaat hat auch in der Mach2-Initiative angekündigt, die Planung für ein zweites Gleis zu finanzieren und der Bund will bis 2030 den Deutschlandtakt auf den Weg bringen. PRO BAHN-Sprecher Norbert Moy: „Die Fahrgäste wollen aber nicht bis 2039 auf Verbesserungen warten. Ziel muss es sein, bis 2030 einen signifikanten Entwicklungsschritt im Werdenfels umzusetzen: Damit die Züge im halbstündlichen Rhythmus bis Mittenwald fahren können, brauchen wir die zweigleisigen Abschnitte.“ PRO BAHN fordert, mögliche Verbesserungen schon innerhalb der Vertragslaufzeit etwa als zusätzliche Betriebsstufe umzusetzen. Neue Haltestellen und die Beseitigung von Bahnübergängen sind ebenfalls Punkte der gemeinsamen Resolution.

Petra Daisenberger (Grüne) von Aktionsbündnis Werdenfelsbahn ging auf die Dringlichkeit einer raschen Umsetzung der Mobilitätswende im Hinblick auf den Klimaschutz ein.

Rolf Beuting (Bürgermeister Murnau) brachte die Idee ein, im Bereich Hechendorf einen neuen Haltepunkt einzurichten.

Als Sprecher der 22 Landkreis-Bürgermeister führt Christian Scheuerer einen engen Dialog mit der DB, unter anderem mit dem Ziel, die Probleme mit den Busersatzverkehren zu lösen. Im Tourismus setzen die Gemeinden auf die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs, den Gäste mit der Gästekarte kostenlos nutzen können. Die Gemeinden finanzieren diesen Service, erhalten aber aktuell keinen Gegenwert.

MdL Florian Streibl (FW) verwies auf das Gespräch mit Bahnchef Richard Lutz, der für die Streckensanierung im Oberland 80 bis 100 Millionen Euro zur Verfügung stellen wird. Für Streibl gehört zur starken Schiene auch die zweite S-Bahn-Stammstrecke in München, die für mehr Fahrplanstabilität auch im Werdenfels sorgen werde.

MdL Harald Kühn (CSU) betonte die in der Resolution erwähnte Notwendigkeit zur Beseitigung von Bahnübergängen und verwies auf das positive Beispiel an der Kohlgruber Straße in Murnau. Er brachte eine Stellungnahme von Staatsminister Bernreiter mit, der zwar die Notwendigkeit des Bahnausbaus bestätigte, aber noch keine Aussagen zur konkreten Umsetzung treffen wollte, Andreas Krahl (Grüne)verwies auf das krasse Missverhältnis zwischen den Ausgaben für die Bahninfrastruktur im Werdenfels und dem Milliardenbetrag für die Straßentunnels im Loisachtal.

Landrat Anton Speer berichtete von den Problemen mit den aktuellen Ersatzverkehren. Der Landkreis steht hinter der Forderung, die Werdenfelsbahn zumindest in Abschnitten zweigleisig auszubauen.

CSU-Kreisvorsitzender Dr. Rapp aus Murnau forderte die DB auf, vor allem auch für die Sicherheit der Bahnkunden zu sorgen. Wie einige Vorredner sieht er die Notwendigkeit, die Strecke Murnau – Oberammergau als wichtige Lebensader im Ammergau wieder in einen dauerhaft zuverlässigen Zustand zu bringen.

Zu den Zielen der Resolution besteht große Zustimmung. Der Weg zur „starken Schiene im Deutschlandtakt“ wird aber noch vieler Anstrengungen in der Region bedürfen, so das Fazit der Teilnehmer.

Presseaussendung ProBahn Bayern