Gleichenberger Bahn muss sterben wegen „Kinderspielplatz“ oder wegen „Diamantmine“? „Goldrausch“ in Feldbach?

07. Oktober 2021, 18:00 Uhr von Richard Fuchs

Das hartnäckig verbissene Durchboxen der Zerstörung der Gleichenberger Bahn durch Regional-Politiker muss ganz klare Gründe haben. Vielleicht muss in absoluter Geheimhaltung unbedingt der Bevölkerung gegenüber etwas vertuscht werden?

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Um eine Bahn betreiben zu können, benötigt man, sozusagen als "Herzstück", ein Bahnbetriebswerk, oder Remise mit Werkstätten bzw. als Abstellanlagen für die Fahrzeuge. Genau um dieses Areal "Feldbach-Landesbahnhof" drehen sich die Begehrlichkeiten der Stadt Feldbach. Ist da etwas im Boden versteckt oder geht es nur um den schnöden Mammon bzgl. Immobilien-Spekulationen?

Das hartnäckig verbissene Durchboxen der Zerstörung der Gleichenberger Bahn durch den Bürgermeister von Feldbach und die sog. „Regional-Vorsitzenden“, die dem Ober-Bürgermeister „im Wort stehen“ muss ganz klare Gründe haben, weil mit Logik kann das nicht argumentiert werden. Einen Kinderspielplatz kann man auch 300 Meter nebenbei errichten. Das kann kein Grund sein, diesen alttestamentarischen Hass gegen die Gleichenberger Bahn auszuleben.

„Klondike an der Raab“, Immobilien statt Mobilität, Gold statt Gleisschotter?

Vielleicht wissen diese bahnfeindlichen Politiker etwas, das in absoluter Geheimhaltung unbedingt der Bevölkerung gegenüber vertuscht werden muss. Was macht gerade dieses Grundstücksdreieck der Bahnanlagen von „Feldbahn Landesbahnhof“ so begehrt, wie die weltberühmten „Klondike Fields am Yukon“? Am Klondike-River im Yukon-Territorium in Alaska und Kanada war bekanntlich 1897 der legendäre „Goldrausch“ ausgebrochen (siehe „Goldrausch“ mit Charly Chaplin 1925).

Das vieldiskutierte Areal, das im Örtlichen Entwicklungs-Konzept 1.04 den Eigentümern abgenommen werden soll. Datenbasis "Digitaler Atlas GIS-Steiermark"

Vielleicht ist im „Bermuda-Dreieck von Feldbach“, das Areal des „Feldbach-Landesbahnhofes“ ein bisher unbekanntes Goldvorkommen nachgewiesen worden, das die Stadt Feldbach zu gigantischem Reichtum verhelfen kann? Unterliegt der Bürgermeister dem „Goldrausch“? Vielleicht vermutet der Ober-Bürgermeister ein ergiebiges Erdöl-Vorkommen? Die Verbissenheit seines Bahnhasses gegen die Gleichenberger Bahn würde das erklären.

„Kimberley in der Steiermark“, Vulkane und DIAMANTEN

Im Vulkanland naheliegend ist die Vermutung des Vorhandenseins von Diamantvorkommen. Analysiert man die Entstehung von Diamanten, wird man feststellen, dass diese zusammen mit Vulkanausbrüchen entstehen. Entsteht zusammen mit dem Vulkanausbruch extremer Druck, entstehen zeitgleich dazu DIAMANTEN! Bekanntlich befindet sich in Mühldorf bei Feldbach einer der Vulkane im sog. „Vulkanland“. Da läge es nahe, zu erwarten, dass neben bzw. in den Steinbrüchen, Diamanten zu finden sind, allerdings wenn die Vulkanausbrüche das zugelassen haben. Naja man weiß ja nie.

Durch die Zerstörung der Gleichenberger Bahn wird natürlich auch das „Bermuda-Dreieck“ am Feldbacher Landesbahnhof frei. Aufgrund der Bombenangriffe in den beiden Weltkriegen muss das Areal aufgrund kontaminierten Erdreiches ohnehin mindestens 8 Meter abgetragen und als Sondermüll entsorgt werden. Anschließend könnte man, wie 1869 in Kimberley in Südafrika, eine Art europäischen „Kimberlit-Schlot“ als Diamanten-Bergwerk bis zu 40 Meter in die Tiefe bohren.

Die Anschlußbahn zu den Steirischen Basaltwerken Appel nach Feldbach-Mühldorf ermöglicht umweltfreundlich den Transport von jährlich 80.000 Tonnen Basalt auf die Schiene zu bringen. Nicht auszudenken und für die Bevölkerung unzumutbar, wäre es, wenn durch die Zerstörung der Gleichenberger Bahn, dieser wirtschaftlich wichtige Ast abgeschnitten würde und alles per Lkw abtransportiert werden müßte.

Problematisch dabei ist, dass das taube Gestein, der sog. „Alte Mann“, mit Lkw abtransportiert werden muss, weil man vorher „klugerweise“ die Gleichenberger Bahn zerstört hat. Spätestens jetzt wird auch klar, warum man auch dem Basalt-Steinbruch die Lebensader „Anschlußbahn“ abschneiden will, weil man vielleicht auch dort DIAMANTEN finden kann.

Die „DIAMANTEN“ im Vulkanland sind die Menschen, die dort wohnen!

Mit Menschen kann man keinen Profit machen. Die braucht man bloß als willenloses Stimmvieh bei den Wahlen! Man redet ihnen ein, sie wohnten im unterentwickelten „Dschungel“ und die Gleichenberger Bahn heiße, genau aus diesem Grund, „Dschungel-Express“! In einem „Dschungel“ wohnen fast keine Menschen, vielleicht ein lianenschwingender Tarzan („ich Tarzan, du Jane“). So kann man der unwissenden Bevölkerung und der staunenden restlichen Welt erklären, „weil keiner dort wohnt kann auch niemand mit der Bahn fahren“. Nun gibt es allerdings eine Statistik Austria und die bestätigt die Einwohnerzahlen. Feldbach ist mit 13.371 Einwohnern die fünftgrößte Stadt in der Steiermark. In der Marktgemeinde Gnas wohnen 6.379 Einwohner und in Bad Gleichenberg 5.352. Das sind bekanntlich gesamt 25.102 Einwohner und nicht „niemand“.

Die Gleichenberger Bahn fährt nicht im "Dschungel", sondern in einer Region mit rund 25.000 Einwohnern.

Die Gleichenberger Bahn muss nur aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden und zu einer modernen Nahverkehrsbahn im Steirischen S-Bahn-Netz ausgebaut werden. Es zählt nur die Mobilität der Bevölkerung im Vulkanland und nicht ob der Ober-Bürgermeister zum „König Krösus“ oder zum „König Midas“ wird, der in Gold und Diamanten erstickt!

Der Anteil der Befürworter der Gleichenberger Bahn ist unter den Politikern außergewöhnlich hoch. Beim Protest-Sonderzug am 29.August 2021 stellten sich die Organisatoren und die Politiker zu diesem Gruppenfoto!

Die Remisenhalle ist unverzichtbar für die Wartung und Reinigung der Schienenfahrzeuge

„Tourismusbahn“ als Spekulationsobjekt – Feistritztalbahn in Konkurs

Die Gleichenberger Bahn soll, ähnlich der Feistritztalbahn Weiz – Birkfeld, als sog. „Tourismusbahn“ betrieben werden. Nachdem auch die Feistritztalbahn regelmäßige Erhaltungsarbeiten benötigt, hatte man offensichtlich einen Investor mit ist Boot geholt, der sich, mit dessen Konkurs, als Spekulant mit wenig Interesse an der Bahn herausgestellt hat.

Da auch sog. „Tourismusbahnen“, übrigens ein Begriff, den es offiziell gar nicht gibt, Eisenbahnen sind, die erhalten werden müssen und finanzielle Mittel benötigen, die niemals im Betrieb erwirtschaftet werden können, sind sie auf die öffentliche Hand angewiesen. Da könnte man gleich einen regulären Nahverkehrsbetrieb im Taktfahrplan betreiben. Wenn man auf private Geldgeber hofft, die gerne viel Geld in ein Projekt stecken wollen, von dem sie von vorne herein wissen, dass niemals eine Rendite herauskommt, wird man sehr schnell erkennen müssen, dass das schwer in die Hosen geht, wie man eben bei der Feistritztalbahn sieht!

Wer also die Gleichenberger Bahn zu einem Ringelspiel, übrigens auch eisenbahnrechtlich konzessionspflichtig, oder zu einer ominösen neudeutsch „Tourismusbahn“ genannt, degradieren will, nimmt kurz- bis mittelfristig deren Vernichtung in Kauf! Das ist hochgradig verantwortungslos! Wenn diverse Politiker schon glauben die Bahn vernichten zu müssen, sollten sie das ihren Bürgern, oder werden die als hirnloses „Stimmvieh“ betrachtet, ganz offen ins Gesicht sagen!