Achenseebahn Fakten-Check | Privatbahn und MIP

24. März 2020, 23:30 Uhr von Richard Fuchs

In den letzten Jahren wurden ziemlich faktenbefreit und emotionsgeladen Behauptungen, Beschimpfungen und Gerüchte über die Achenseebahn verbreitet, die wie Nebelgranaten die politischen Zerstörungsszenarien verschleiert haben.

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In den letzten Jahren wurden ziemlich faktenbefreit und emotionsgeladen Behauptungen, Beschimpfungen und Gerüchte über die Achenseebahn verbreitet, die wie Nebelgranaten die politischen Zerstörungsszenarien verschleiert haben. Es gibt also Gegner der Bahn, die persönliche Partikularinteressen über das Gemeinwohl stellen, um die Bahn zu zerstören. Es gibt keine plausible Erklärung, warum die Bahn eigentlich zerstört werden sollte. Eine mögliche Erklärung wäre, dass die Politik erkannt hat, mit der Verweigerung der MIP-Mittel, einen kapitalen politischen Fehler gemacht zu haben und statt zurückzurudern man lieber die Zerstörung von Volksvermögen, in Form der Achenseebahn, in Kauf nimmt. Die Politiker, die das zu verantworten haben, haben in ihrer dzt. Position ganz klar nichts mehr verloren.

Zukunft mit Herkunft. Die Achenseebahn als klassische Dampfzahnradbahn hat die Chance sich zu einer modernen Nahverkehrsbahn zu wandeln. Um Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen, sind Faktenchecks unumgänglich.

Geballte Fachkompetenz auf der Achenseebahn

ACHENSEEBAHN: v.l. Vorstand Mag. Georg Fuchshuber, 1.Betriebsleiter Heino Seeger, 2.Betriebsleiter KR Gunter Mackinger so eine geballte Fachkompetenz ist nicht immer üblich!

Um der Wahrheit zu ihrem Recht zu verhelfen, sollen endlich, in mehreren Faktenchecks, die Tatsachen ans Tageslicht kommen. Dabei sollen zwei maßgebliche Persönlichkeiten in ihren Leserbriefen zu Wort kommen. Seit 2014 hat die Achenseebahn die geballte Fachkompetenz im Vorstand, im Aufsichtsrat und in der Betriebsleitung. Die langjährige fachkompetente Erfahrung der Herren Fuchshuber, Sommerer, Seeger, Mackinger und neu Uhlig stellt die Unternehmensführung auf eine herausragende Basis.

Die Achenseebahn als touristischer Zubringer zur Achenseeschifffahrt ist ein kongeniales Tourismuskonzept. Nicht umsonst ist die Achenseebahn, nach dem "Goldenen Dachl" in Innsbruck, die zweitwichtigste Tourismus-Destination in Tirol!

Was ist die Achenseebahn?

Bei der Achenseebahn handelt es sich um eine Privatbahn nach dem PrivbG 2004. Zwar verfügt die Achenseebahn über eine Steilstrecke, die mittels partieller Zahnstange überwunden werden muss. Trotzdem ist sie ein "normale" Eisenbahn, nur eben teilweise, aber im ersten Abschnitt sehr steil. Dabei erschließt und verbindet sie die Gemeinden Jenbach und Eben am Achensee ortserschließend mit mehreren Haltepunkten. Überregional schließt sie das Tiroler Achental an den Bahnknoten Jenbach an. Damit erfüllt die Achenseebahn weiters die Kriterien nach dem Öffentlicher Personennah- und Regionalverkehrsgesetz 1999 (ÖPNRV-G 1999). Die Kundengruppe ist dabei nicht ausschlaggebend. Die Achenseebahn verkehrt also nach PrivbG 2004 und ÖPNRV-G 1999 und erfüllt alle relevanten Kriterien wie jede andere Privatbahn in Österreich auch.

Mittelfristiges Investitionsprogramm als notwendige Unterstützung der Privatbahnen

Im März 2020 wurden endlich fabriksneue Weichen für die Renovierung der Bahnhöfe Jenbach und Eben am Achensee geliefert.

Nach Meinung konstruktiver Verkehrsinitiativen nach hat damit das Land Tirol bewusst und vorsätzlich das Ausbluten der Achenseebahn herbeigeführt und das Unternehmen Achenseebahn in die Insolvenz getrieben. Ohne MIP können eben die nötigen Investitionen nicht durchgeführt werden!

Die Behauptung, dass die Achenseebahn die einzige Privatbahn des öffentlichen Verkehrs ist, die betrieblich positiv bilanziert, ist somit ebenfalls erklärt.

Vorstellung von Mag. Georg Fuchshuber

Nach einer kaufmännischen Grundausbildung, Universitätsstudium und diverser Berufsberechtigungen zur Personenbeförderung auf Schiene und Straße ist Mag. Georg Fuchshuber seit 1990 vormals als Lehrer und nunmehr als Unternehmensberater und/oder in Organfunktion diverser auch öffentlicher Unternehmen im ÖPNV tätig.

Mag. Georg Fuchshuber hat bereits im Jahr 2013 ein umfassendes und integrales Strategie-Papier "Unternehmenskonzept und Geschäftspolitik Achenseebahn AG 2013" erarbeitet.

Projekte wurden in Österreich und vielen Nachbarstaaten und darüber hinaus, umgesetzt und dabei das Angebot so nachhaltig gestaltet, dass es auch zu einer Änderung des Nutzerverhaltens kam. Neben einer Staatsgrenzen überschreitenden Verbundkooperation zwischen Österreich und Deutschland gestaltete er die Verkehrsverbünde von Salzburg, Kärnten und Tirol und hat dort Bus und Bahn auch sehr wesentlich und umfassend entwickelt. Auf Initiative von Fuchshuber wurden der 15-m Bus (Salzburg) und der 24-m Bus = Omnibus mit Personenanhänger (Tirol) zur Bewältigung des ansteigenden Verkehrsaufkommens eingeführt. Er hat damit die Grundlage geschaffen, dass z. B. auch Doppelgelenkbusse in Österreich möglich wurden. Als Chef des Verkehrsverbundes Tirol initiierte Fuchshuber die niederflurigen und 2,65m breiten Personenwagen für die Zillertalbahn. Diese sind auch für die Pinzgauer Lokalbahn ein Quantensprung für die Fahrgäste.

Leserbrief Mag. Georg Fuchshuber - Insolvenzverfahren

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion!

Wenn offensichtlich die Achenseebahn zum Sterben verurteilt wird, weil die Politik es nicht zu schätzen versteht, dass sie mit dieser Bahn einen Tourismusmagneten hat, der ohne Zuschüsse seinen Bahnbetrieb führt und in der Region nicht unwesentlich zur Wertschöpfung beiträgt, dann muss man zur Kenntnis nehmen, dass die Achenseebahn als einzige Regionalbahn Österreichs seit 2015 keine Infrastrukturmittel mehr bekommt und es nach Aussage der Politik nicht mehr zu verantworten sei, weitere „Zuschüsse“, gemeint sind Infrastrukturgelder zu zahlen. Während bei der Achenseebahn seitens der Politik „nur“ Infrastrukturgelder eingespart werden konnten, ist die Bahn wegen des rentablen Fahrbetriebs noch bis dato in Betrieb. Bei den übrigen Bahnen könnte die Politik noch viel mehr Geld, nämlich für den Fahrbetrieb und die Infrastruktur sparen, was allerdings zu deren unmittelbaren Ende führen würde.

Ich ersuche Sie, den angehängten Lesebrief zu diesem Thema abzudrucken, weil er auch der Wahrheit zum Durchbruch verhelfen soll, damit sich jeder Leser Ihres Mediums ein Bild machen kann. Die einzige Regionalbahn in Österreich, die ohne Zuschüsse für den Fahrbetrieb auskommt, so zu behandeln und ihr nicht einmal mehr jahrzehntelang gewährte Infrastrukturgelder gegönnt werden, ist mehr als bedauerlich und beschämend für eine Region, zu deren Entwicklung die Achenseebahn wesentlich beigetragen hat.

Mit freundlichen Grüßen

Mag. Georg Fuchshuber

130 Jahre hat die Achenseebahn maßgeblich dazu beigetragen, aus Tirol ein Tourismusland zu machen. Jetzt wird in Tirol die Bahn von verantwortungslosen und tourismusübersättigten Politikern, durch Verweigern der finanziellen Mittel aus dem MIP, bedenkenlos zerstört.

Die Gemeinde Jenbach hat ein Alleinstellungsmerkmal dadurch, dass der Bahnhof der einzige in Europa mit drei Spurweiten ist; die ÖBB mit 1435mm, die Achenseebahn mit 1000mm und die Zillertalbahn mit 760mm. Nach der Zerstörung der Achenseebahn wird Jenbach ein ziemlich bedeutungsloses Nest werden.

In Kürze werden mehrere Faktenchecks zu speziellen Themen bei der Achenseebahn in www.in-motion.me durchgeführt!

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