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SKGLB fünf Buchstaben, eine Idee!

12. November 2019, 00:05 Uhr von Richard Fuchs

Ein fast vorbildgerecht nachgebauter Modell-Zug der SKGLB dreht vor dem Info-Stand des Club Salzkammergut-Lokalbahn seine Runden. „Zukunft mit Herkunft“ in Sachen Ischlerbahn wird auf der Wiener Modellbau-Messe fast greifbar.

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„Ischlerbahn“ interessiert auf Kaiserfest und Modellbahn-Schau

„In zwei Jahren redet kein Mensch mehr von dem alten Eisen…“ prophezeite der damalige Eisenbahnzerstörer und Landeshauptmann Dr. Josef Klaus in der Budgetsitzung Dezember 1956, im Salzburger Landtag, bezüglich Salzkammergut-Lokalbahn. 62 Jahre später steht in Bad Ischl ein Informations-Stand des Club Salzkammergut-Lokalbahn bezüglich der „S5 Neue Ischlerbahn“. Es geht um die moderne elektrische und umweltfreundliche Variante dieser zeitgemäßen Pendlerbahn „... zwischen Salzburg und Bad Ischl …“, um eine echte Alternative zum Autoverkehr zu schaffen.

Das Fest zum Geburtstag von Kaiser Franz-Josef im August ist immer ein touristisches Highlight in Bad Ischl. 2019 war der Club Salzkammergut Lokalbahn mit seinem neuen Stand vertreten.

Kaiserfest Bad Ischl - Bedürfnis mit Unterschriften die Politiker zu motivieren

„Wo kann man da unterschreiben?“ So lauten die Fragen der vielen Besucher, die diese Bahn endlich wieder auferstanden sehen wollen, am Info-Stand. Das schriftliche Infomaterial, vom SKGLB-Folder, mit dem Martin-Hauser-Aquarell [Foto auf Pult], über die Broschüre „Die pfiffige Ischlerbahn“ bis hin zum Folder „Die Zeit ist reif“ über die Regionalstadtbahn-Salzburg, in dessen Netz die „S5 Neue Ischlerbahn“ eingebettet ist, genießen reißenden Absatz. Den kostümierten „Kaiser“ hat in Bad Ischl die Idee der neuen Ischlerbahn „... sehr gefreut…“ und Bürgermeister Hannes Heide von Bad Ischl absolviert ein Fernsehinterview. Es gibt kaum Diskussionen ob man diese Bahn neu bauen sollte, sondern wie und wann, wobei sich das Vertrauen zur Politik etwas verhalten anfühlt. Auf jeden Fall floß die Tinte aus den Kugelschreibern unentwegt und die Unterschriftenlisten füllten sich stetig.

Martin Hauser aus Linz visualisierte die S5 Neue Ischlerbahn am Wolfgangsee als Aquarell, das den Stand und den Prospekt des Club Salzkammergut Lokalbahn ziert.

Modellbau-Messe Wien 2019 – Modell und Zukunft der SKGLB

Die "ARGE Modellbahn soll Spass machen" ließ einen nahezu vorbildgerechten detailierten Zug der SKGLB auf der Anlage fahren.

Ein fast vorbildgerecht nachgebauter Modell-Zug (1:22,5) der SKGLB dreht in der Messehalle C direkt vor dem Info-Stand des Club Salzkammergut-Lokalbahn seine Runden. „Zukunft mit Herkunft“ in Sachen Ischlerbahn wird auf der Wiener Modellbau-Messe fast greifbar. Unter den vielen passionierten Modelleisenbahnern ist die „SKGLB“ oder „Ischlerbahn“ natürlich ein Begriff.

Auf der Wiener Modellbau-Messe 2019 konnte ein Modell (1:22,5) der "Ischlerbahn" vor dem Info-Stand des Club Salzkammergut Lokalbahn bewundert werden.

Da wird auf allerhöchstem Niveau gefachsimpelt und über die nächste Generation der Regionalstadtbahn-Fahrzeuge, im Maßstab 1:1, diskutiert. „Der Triebwagen der Salzburger Lokalbahn wäre das ideale Fahrzeug, auch wenn schon die nächste Generation ansteht, Karlsruhe und Kassel sind super, aber die Saarbahn ist die beste Lösung…“ sinnierte ein Profi der Wiener Linien, dessen Job es ist, U-Bahnen in Wien zu fahren. Die Unterschrift für die „S5 Neue Ischlerbahn“ ist für ihn selbstverständlich. Dann kommen auch Bekannte von den Modellbahn-Clubs aus Salzburg und Attnang-Puchheim vorbei [Foto]. Unterschrift? Fehlanzeige, weil zweimal „geht wohl nicht!?“

Der Info-Stand des Club Salzkammergut Lokalbahn war in Wien ein Treffpunkt vieler Eisenbahnfreunde aus ganz Österreich.

Über 80 Unterschriftenlistenblätter kommen in die Mappe, der Stand wird am Sonntag abends abgebaut und man ist sich sicher: „Die fünf Buchstaben SKGLB“ haben Zukunft, die Bevölkerung will sie haben. Man schaut schon, mit Zuversicht, auf den nächsten Info-Stand. „Das alte Eisen…“ des Altlandeshauptmanns von 1957 wird mit moderner Technologie, als neue SKGLB wieder auferstehen!

Über 60 Jahre auf die Wieder-Inbetriebnahme zu warten, ist lang genug. Die Jugend will das sofort erleben. Papier wurde genug produziert; jetzt müssen Taten folgen!

Das ist eine ziemlich sichere „Prognose“, nur wieder 62 Jahre warten, ist zu lang!