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Region
FR422 Haut-Rhin
|
DE405 Barnim

Treidellok in Volgelsheim/Elsass

20. Juli 2019, 18:00 Uhr von Richard Fuchs

Als „Treiden“ oder „Treideln“ bezeichnet man das Ziehen von Schiffen, Booten und Kähnen, zumeist vom Land aus, meist flussaufwärts und oftmals im Bereich von Schleusen und Schiffshebewerken.

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Bericht und Foto: Gunter Mackinger 20.7.2019

Als „Treiden“ bezeichnet man das Ziehen von Schiffen, Booten und Kähnen, zumeist vom Land aus, meist flussaufwärts. Entlang des umfangreichen nordfranzösisch-elsässischen Kanalnetz entstand Anfang des 20. Jahrhunderts, zwischen der Atlantikküste und der Schweizer Grenze ein umfangreiches Netz von schmalspurigen, meist elektrischen Schmalspurbahnen zum Treiden der zahlreichen Güterkähne. Gelegentlich wurden auch elektrische Straßenzugmaschinen mit Oberleitung, analog Trolleybus (Obus) eingesetzt. 1931, zum Höhepunkt der französischen Treidelbahnen, zählte man nicht weniger als 514 (!) auf 600 mm eingesetzte Lokomotiven.

Auch wenn es keine aktiven Treidelbahnen mehr gibt, so findet man entlang der Kanäle eine Vielzahl stummer Zeugen vergangener Technik, Gleise, Waggons, Fahrleitungsmaste, Betriebsgebäude und natürlich auch Lokomotiven. Ein erhaltenes Exemplar steht in Volgelsheim/Elsass nahe dem dortigen Bahnhof. Diese elektrische Lokomotive wurde 1930 bei Alsthom für den Rhone- Rhein Kanal gebaut und war bis 1972 in Betrieb.

Eine weitere Treidellok, als Denkmallok, steht in Deutschland auf dem alten Schiffshebewerk in Niederfinow bei Eberswalde Kreis Barnim.